Süddeutsche Zeitung

Bessere Infrastruktur für E-Autos:18 neue Ladesäulen für Eching

16 lässt die Gemeinde selbst errichten, zwei die Bürger-Energie-Genossenschaft

Von Klaus Bachhuber, Eching

Das Echinger Gemeindegebiet soll fit für Elektro-Mobilität werden. Der Gemeinderat hat jetzt einstimmig die Installation von 18 Ladesäulen genehmigt. 16 werden dabei von der Gemeinde selbst mit staatlicher Förderung errichtet, weitere zwei von der Bürger-Energie-Genossenschaft (BEG) Freisinger Land im Zuge ihres landkreisweiten Konzeptes. Angestrebt wird vom Rathaus, auch die eigenen Stationen in ein landkreisweit einheitliches Nutzungssystem einzubringen.

Die ersten vier in der Wand verankerten Ladestationen sollen in die sanierte Tiefgarage unter dem Bürgerplatz kommen, dafür sind die Vorrichtungen bereits geschaffen. Der Gemeinderat hat dann noch weitere rund 20 potenzielle Standorte definiert, die nun geprüft werden, ob der Grund zur Verfügung stünde und die Stromerschließung dort auch ausreichen würde.

Für die Anschaffung der Säulen erwartet die Gemeinde Kosten von rund 250 000 Euro ohne die jeweils nötigen Bauarbeiten. Rund 195 000 Euro sind bereits per Bescheid aus dem zuständigen Ministerium an Förderung zugesagt worden. Die BEG hat für ein landkreisweites Netz der Grundversorgung ebenfalls einen Förderbescheid für 17 Stationen erhalten, von denen zwei in Eching angesiedelt werden sollen.

Die BEG möchte dieses Bürger-Ladenetz als öffentliche Infrastruktur aufbauen. Sofern durch die Bestimmungen der Auftragsvergabe für die Ladesäulen zulässig, möchte sich die Gemeinde an dieses Netz andocken, um gemeinsame Standards und Nutzungsmöglichkeiten zu erreichen. Im Echinger Rathaus liegt bereits seit 2020 ein E-Mobilitätskonzept vor, das auch die flächendeckende Installation der Ladestationen beschreibt.

Mögliche Standorte für öffentliche Ladesäulen sind am Parkplatz beim S-Bahnhof, im Neubaugebiet Eching-West vor der geplanten Kindertagesstätte, an der Anne-Frank-Straße, im Neubaugebiet östlich der Böhmerwaldstraße, im Gewerbegebiet Nord an der Fürholzener Straße, an der Danziger Straße bei Schule und Pfarrzentrum, am Parkplatz der Dreifachhalle an der Dietersheimer Straße, am Parkplatz von Bürgerhaus und VHS, an der Tennishalle, am Echinger See, am Hollerner See, in Dietersheim an der Langen Gasse und im Neubaugebiet Süd-Ost und in Günzenhausen beim Friedhof.

Georg Bartl regte im Gemeinderat an, bevorzugt Stellen auszusuchen, "wo es sich auch rentieren kann". In Neubaugebieten sei eine öffentliche Versorgung entbehrlich, da dort private Vorkehrungen möglich seien. Im Geschosswohnungsbau sei dies freilich oft auch nicht umsetzbar, erinnerte Bürgermeister Sebastian Thaler, daher sei auch hier ein öffentliches Angebot sinnvoll.

Dazu gibt es derzeit verschiedene kommerzielle Initiativen, so entstehen gerade bei einem Schnellimbiss im Gewerbegebiet Ost Schnellladesäulen. Die von der Gemeinde Eching geplanten Ladestationen bieten eine konventionelle Ladegeschwindigkeit.

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Quelle:
SZ vom 01.10.2021
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