Süddeutsche Zeitung

Und action!:In einer Konserve übers Meer

Martin Weiand bietet ein humoristisches Fotostudio

Einfach den Kopf durchstecken - und in skurrile Welten eintauchen: Am Sonntag, 3. Februar, von 14 bis 17 Uhr bietet die Städtische Galerie Rosenheim die Möglichkeit zu einem besonderen fotografischen Selbstbildnis. Die Aktion gehört zum Rahmenprogramm der aktuellen Ausstellung "Menschenskinder: Porträtfotografie aus der Sammlung Spall-Art", die die vielfältigen Facetten der Porträtfotografie vom frühen 20. Jahrhundert bis heute durchstreift.

Inspiriert von der gezeigten Fotokunst, können sich Besucherinnen und Besucher am Sonntag einmal selbst vor der Kamera in Szene setzen und sich in ungewöhnlichen Posen ablichten lassen. Dafür zur Verfügung steht der Rosenheimer Profifotograf Martin Weiand, der auch im Ebersberger Raum sehr aktiv und bekannt ist. Einer alten Jahrmarkttradition folgend, hat er eigens für die Galerie Rosenheim unterschiedliche humoristische Fotowände geschaffen, die zum Eintauchen in fremde Welten einladen. So können Wagemutige etwa in einer Konservendose über das tosende Meer segeln, oder als mächtige Königin in Schwarz-Weiß auf dem Schachbrett glänzen - und dabei die gesamte Familie an die gewünschte Stelle befehligen.

Egal ob allein, als Paar oder Gruppe - Neugierde gepaart mit einer Prise Exhibitionismus und ausgewählte Requisiten lassen diesen Sonntagsausflug zum Abenteuer werden. Gegen eine geringe Gebühr von drei Euro gibt es das außergewöhnliche Porträt auch als Andenken zum Mitnehmen, der Eintritt kostet nicht mehr als ein regulärer Ausstellungsbesuch.

Weiter geht das Rahmenprogramm am Sonntag, 17. Februar, und Sonntag, 3. März, jeweils um 14 Uhr mit einer Führung von Kuratorin Elisabeth Rechenauer. Und am Donnerstag, 28. Februar, um 18 Uhr spricht Martin Weiand über "Das fotografische Menschenbild im Wandel der Zeit". In diesem Vortrag begibt sich der Fotograf auf die historischen Spuren seines Mediums und veranschaulicht, wie sich gerade die Porträtfotografie seit ihren Anfängen im 19. Jahrhundert sowohl in technischer als auch gesellschaftlicher Weise verändert hat. Für diese Veranstaltungen ist laut der Galerie Rosenheim eine Anmeldung wünschenswert, das Haus ist erreichbar unter (08031) 365 14 47.

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SZ vom 01.02.2019 / sz
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