Süddeutsche Zeitung

Neue Ausstellung:Rosenheimer Land

Städtische Galerie widmet sich dem Oeuvre von Hans Müller-Schnuttenbach

Mit der Ausstellung "Alles Schnuttenbach! Des Künstlers erste Wahl" widmet sich die Städtische Galerie Rosenheim nun bis zum 17. November einem der bekanntesten regionalen Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Hans Müller-Schnuttenbach (1889 bis 1973) studierte Malerei an der Münchner Kunstgewerbeschule. Obwohl seine Arbeiten in der Tradition der "Münchner Schule" stehen, entwickelte er bereits früh einen eigenen Stil, der sich insbesondere in seinen Temperabildern niederschlug. Im Zentrum seiner zumeist grafisch angelegten Arbeiten steht die Landschaft. Obwohl Mitglied der Chiemgauer Künstlergruppe "Die Frauenwörther" und des Rosenheimer Kunstvereins, ist Müller-Schnuttenbach nicht den "Chiemseemalern" zuzurechnen. Der See war für ihn ohne Bedeutung. Er konzentrierte sich vielmehr auf menschenleere Landschaften, die den Wechsel der Jahreszeiten dokumentieren. Seine besondere Vorliebe galt dem Winter, dem er in zahlreichen Bildern ein künstlerisches Denkmal setzte.

Mit Rosenheim verband Schnuttenbach nicht nur die Natur, sondern auch ein ungewöhnlicher Leibrentenvertrag. Darin garantierte die Stadt eine Unterkunft, medizinische Versorgung und Verpflegung auf Lebenszeit, im Gegenzug übereignete der Maler ihr 400 seiner Werke; 62 davon wurden für Ausstellungszwecke unmittelbar an die Städtische Galerie Rosenheim übergeben und vom Künstler selbst als unverkäuflich klassifiziert.

Die Schau nähert sich dem Gesamtwerk des Künstlers sowie seiner Bedeutung für die Region, damals und heute. Begleitend zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm.

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Quelle:
SZ vom 21.09.2019 / sz
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