Süddeutsche Zeitung

Pflegenotstand:Solidarisch mit Pflegekräften

SPD appelliert an die Leitung des Amper-Klinikums, Beschäftigte schnell zu entlasten

An vielen Kliniken fehlen Pflegekräfte. Auf den Beschäftigten lastet ein hoher Druck. Gute Pflege, so die Dachauer SPD, brauche aber Zeit, Geld und Personal. Die Dachauer Sozialdemokraten unterstützen deshalb die Forderung der Beschäftigten im Helios Amper-Klinikum nach einer dauerhaften Entlastung. Die anerkannt gute Arbeit im Amper-Klinikum sei wichtig für die Stadt und die Menschen in der Stadt.

In einer Pressemitteilung appelliert die SPD an die Klinikleitung, gute Lösungen für die Beschäftigten zu finden. Sie unterstützt auch die Tarifpartner in ihrem Bemühen um eine gute Lösung. Veränderte und verbesserte Arbeitsbedingungen würden auch die Attraktivität bei Neueinstellungen erhöhen, ein Springerpool könne zur Entlastung beitragen. Das koste Geld, sichere aber Qualität, so die SPD, die sich mit den Beschäftigten solidarisch zeigt. Die Sozialdemokraten wünschen sich, dass die Beschäftigten zeitnah entlastet werden.

Pflegekräfte würden dringend gesucht. Es sei gut, dass jetzt endlich die Reform der Ausbildung für die Pflegeberufe realisiert worden sei. Die Auszubildenden müssten von 2020 an endlich kein Schulgeld mehr bezahlen. Die Dachauer SPD begrüßt die konzertierte Aktion der Bundesminister Hubertus Heil (Arbeit), Franziska Giffey (Familie) und Gesundheitsminister Spahn. Ziel sei es, die Pflegeberufe in der gesellschaftlichen Wahrnehmung attraktiver zu machen, damit sich mehr junge Menschen für den Pfegeberuf entscheiden. Künftig sollen noch mehr Pflegekräfte aus anderen Ländern angeworben werden. Zudem soll sich das Entgelt am Tarif orientieren.

Die Tarifbindung sei ein wichtiger erster Schritt. Das alleine reiche aber nicht aus. Das Amper-Klinikum müsse die Beschäftigten schnell entlasten. Das Umfeld dazu sei schwierig, weil der Pflegemangel nicht nur Dachau betrifft. Der Erfolg des Amper-Klinikums werde langfristig auch von der Qualität der Pflege abhängen.

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Quelle:
SZ vom 25.07.2018 / SZ
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