Süddeutsche Zeitung

Ex-Linkenchef:Gregor Gysi hat einen neuen Job: Kolumnist der "Super Illu"

Im Herbst trat der Chef der Linken von der Bundesfraktions-Spitze ab. Seine rebellischen Gedanken aus dem Bundestag darf Gysi nun in dem Wochenmagazin fortführen.

Von Max Sprick

Gysi schreibt im Wechsel mit CDU-Politiker

Lutz Hoff, der DDR-TV-Moderator, hat sich neu verliebt. Manfred Stolpe, der ehemalige Ministerpräsident Brandenburgs und Bundes-Verkehrsminister, spricht über deutsche Werte. Und die Redaktion empfiehlt sieben Weihnachtstipps für Ostdeutschland.

Das sind aktuelle Themen der Super Illu, dem Magazin, das sich laut herausgebendem Hubert Burda Verlag als "Integrations- und Lebenshilfe beim Zusammenwachsen von Ost und West" versteht. Den Verlagsangaben zufolge ist die Super Illu "glaubwürdige und kompetente Vertrauensinstanz" - und meistgelesene Kaufzeitschrift Ostdeutschlands.

Neben neuen Lieben, alten Werten und aktuellen Tipps versucht die SuperIllu das Zusammenwachsen mit dem Westen nun auf neue Art voranzutreiben: mit Gregor Gysi, dem früheren Linksfraktionschef, als Kolumnist. Jener Gysi, der im Herbst von der politischen Showbühne verschwand, jener Gysi, der als charmanter Revoluzzer mit Nickelbrille witzig, blitzgescheit und flapsig seine Debatten führte. Genau dieser 67-jährige Gysi schreibt nun im Wechsel mit dem sächsischen CDU-Bundespolitiker Arnold Vaatz wöchentlich seine Sicht auf das Zeitgeschehen auf.

Streitbarer Linker versus streitbarer Konservativer

Der streitbare ostdeutsche Linke und der streitbare ostdeutsche Konservative - das sei die richtige Mischung für das Magazin, die Stimme des Ostens, sagt Chefredakteur Robert Schneider.

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