Süddeutsche Zeitung

Schulen:Kein Wettbewerb um Lehrer: Bremen will Staatsvertrag

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Bremen (dpa/lni) - Das Bundesland Bremen möchte mit einem neuen Staatsvertrag einen Wettbewerb der Länder um Lehrkräfte vermeiden. Stattdessen sollten im Kampf gegen Lehrermangel alle Länder koordiniert ihre Ausbildung von Lehrkräften ausbauen, forderte die Bremische Bürgerschaft am Donnerstag.

Dem Antrag, der ursprünglich von der CDU stammte, schlossen sich auch die Regierungsfraktionen SPD, Grüne und Linke an. Kurz vor der Bürgerschaftswahl im Mai war das Zusammengehen von Opposition und Regierung ungewöhnlich.

Bildungssenatorin Sascha Karolin Aulepp (SPD) wurde beauftragt, sich in der Kultusministerkonferenz für einen solchen Staatsvertrag einzusetzen. „Es geht darum, einem unerbittlichen Wettbewerb um Lehrkräfte entgegenzutreten“, sagte sie. Bayern locke Lehrerinnen und Lehrer aus anderen Bundesländern mit Prämien an. Dabei bilde Bayern gemessen an der Einwohnerzahl nur halb so viele Lehrkräfte aus wie das Land Bremen, sagte Aulepp.

Es müsse angenommen werden, „dass Bremen im aktuell schrankenlosen Wettbewerb um Fachkräfte auch zukünftig nicht obsiegen wird“, hieß es in dem Antrag. Auch Berlin schlägt einen Staatsvertrag für eine bedarfsgerechte Lehrerausbildung vor. Die Bremer FDP-Fraktion lehnte die Idee eines Staatsvertrages ab, weil das Verfahren zu lange dauern werde. „Wir müssen hier bei uns ausbilden für den Bedarf, den wir hier haben“, sagte der Abgeordnete Hauke Hilz.

© dpa-infocom, dpa:230223-99-712609/2

Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-230223-99-712609
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
Direkt aus dem dpa-Newskanal