Süddeutsche Zeitung

Traunstein:Betrug mit Schutzmasken

Die auf grenzübergreifende Kriminalität spezialisierten Staatsanwälte im oberbayerischen Traunstein haben laut eigener Mitteilung einen groß angelegten Betrug mit Corona-Schutzmasken aufgeklärt. Demnach hätte ein Geschäftsmann für deutsche Behörden Masken im Wert von 15 Millionen Euro beschaffen sollen und sich dafür neue Lieferanten gesucht. Nachdem er im Voraus 1,5 Millionen Euro bezahlt hatte, begab er sich mit 52 Lastwagen in die Niederlande, um die Masken abzuholen. Dort zahlte er noch einmal 880 000 Euro, ohne am Ende Ware zu erhalten. Zusammen mit Kollegen in den Niederlanden und in Nigeria sowie internationalen Polizeiorganisationen ermittelten die Traunsteiner Staatsanwälte nach eigenen Angaben zwei inzwischen verurteilte Täter in den Niederlanden und nun auch zwei mutmaßliche Hintermänner in Nigeria. Von der Beute habe man noch 2,1 Millionen Euro sicherstellen können.

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SZ vom 25.09.2020 / kpf
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