Süddeutsche Zeitung

Landwirtschaft:Traktor-Unfälle enden besonders oft tödlich

Sie sind langsam, aber schwer: Traktoren. Gerade zur Erntezeit sind sie nicht nur auf den Feldern unterwegs, sondern auch auf den Straßen. Manchmal mit dramatischen Folgen.

Umgekippt, Haus gerammt, mit Pkw kollidiert - immer wieder kommt es im Freistaat zu Unfällen mit Traktoren. 490 Mal krachte es im vergangenen Jahr in Bayern schwer, wie aus Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik, Dienststelle Schweinfurt, hervorgeht. In mehr als der Hälfte der Fälle waren die Fahrerinnen und Fahrer von Traktoren Hauptverursacher. 20 Menschen starben. Bei den Traktorunfällen gab es prozentual deutlich häufiger Tote oder Schwerverletzte als im Durchschnitt aller Verkehrsunfälle. Die Zahlen sind über die Jahre relativ konstant mit leicht sinkender Tendenz. So gab es zehn Jahre zuvor 553 Unfälle mit Personenschaden oder schwerem Sachschaden. Zwischen 2017 und 2021 verunfallten jährlich zwischen 532 und 579 landwirtschaftliche Zugmaschinen schwer. Dabei verunglückten pro Jahr zwischen 11 und 20 Menschen tödlich. Die meisten Traktorunfälle ereignen sich dem Statistikamt zufolge außerhalb von Ortschaften. Laut Unfallforschern passieren Unfälle mit Traktoren sehr häufig beim Abbiegen und Einbiegen von Feldwegen auf die Straße. Fahrerinnen und Fahrer hätten zum Beispiel durch überhängende Ladung vielfach schlechte Sicht zur Seite und nach hinten und Blinker seien immer wieder schlecht sichtbar oder defekt.

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