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Zugvögel:Tödliche Wetterfalle

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Für kleine Zugvögel wie Mauersegler ist jede Reise in den Süden und zurück lebensgefährlich.

(Foto: imago images/YAY Images)

Zum Höhepunkt des Vogelzugs geraten Schwalben und Mauersegler in Griechenland in einen Kälteeinbruch und verenden massenhaft. Kein seltenes Phänomen.

Von Thomas Krumenacker

Sie kamen aus allen Richtungen und sie waren überall. Hunderttausende Zugvögel sind in der ersten April woche in vielen Teilen Griechenlands und Mazedoniens völlig erschöpft buchstäblich vom Himmel gefallen. Zu Tausenden ließen sich Rötel-, Rauch- und Mehlschwalben, Mauersegler und Trauerschnäpper in Dörfern und Städten einfach auf Straßen nieder oder plumpsten in Vorgärten und Einkaufsstraßen. Viele wurden überfahren oder Opfer der zahlreichen streunenden Katzen. Andere starben aus Erschöpfung. "Es ist eine Riesenkatastrophe", zitierte die Nachrichtenagentur AFP die Tierschutzaktivistin Maria Ganoti. Was war passiert? Die Vögel waren in eine Wetterfalle geflogen, die in ihrer Kombination besonders tödlich ist: Ungewöhnlich starker Gegenwind durch Stürme, lang andauernde Regenfälle und eine Kälteperiode hatten die Region in den ersten Apriltagen heimgesucht.

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