Süddeutsche Zeitung

Zehn Dinge über ...:Würmer

Wollten Sie schon immer wissen, warum wir beim Trinken des Agaven-Schnaps Mescal fremde DNA aufnehmen und was Worm Charming ist? Zehn Dinge über Würmer.

S. Herrmann

Der mexikanische Agaven-Schnaps Mescal ist wegen des Wurms berühmt, der in der Flasche schwimmt. Wer sich vor dem Tier ekelt und trotzdem Mescal trinkt, dem sei gesagt, dass er mit dem Schnaps ohnehin viel Wurm aufnimmt: Wie Forscher entdeckt haben, diffundiert Erbgut-Material vom Tier in den Schnaps. Übrigens handelt es sich eigentlich um eine Raupe.Foto: iStock

Biologen der Universität Utah ist es gelungen, die sexuelle Orientierung von Fadenwürmern umzupolen.Foto: dpa

Sandburgen-Würmer (Phragmatopoma californica) konstruieren röhrenartige Höhlen aus Sand, Muschel-Resten und einem kräftigen Kleber, den die Meeresbewohner produzieren. Von diesem Stoff sind Mediziner sehr angetan: Sie hoffen, dass sie mit einer synthetischen Form des Würmer-Leims einmal gebrochene Knochen flicken können.Foto: AFP

Männliche Fadenwürmer der Art Steinernema longicaudum sind sehr ökonomisch orientierte Liebhaber: Sie produzieren nur dann Spermien, wenn sich ein Weibchen in der Nähe befindet und zumindest eine theoretische Chance auf eine Paarung besteht. Im Tierreich scheint das einzigartig zu sein.Foto: AP

Fadenwürmer der Art Caenorhabditis elegans erreichten in einem Versuch ein besonders hohes Alter, wenn die Wissenschaftler den Geruchssinn der Tiere blockierten.Foto: dpa

Beim Worm Charming geht es darum, zum Beispiel durch Imitation von Maulwurf-Geräuschen oder durch andere Techniken Regenwürmer aus dem Boden zu treiben. Worm Charming wird auch als Wettbewerb ausgeübt. Als Weltrekordhalterin gilt die Engländerin Sophie Smith. Die damals Zehnjährige lockte am 29. Juni 2009 bei den World Worm Charming Championships 567 Würmer aus dem Boden.Foto: iStock

Acrobeloides nanus lieben giftige Böden. Würmer dieser Art, die aus verseuchten Gebieten stammten, lebten in einem Versuch länger und hatten mehr Nachkommen als Artgenossen aus weniger belasteten Böden.Foto: ddp, iStock

Stummelfüßer gehen auf die Jagd nach Insekten, die sie mit einem klebrigen Schleim erlegen. Die seltsamen Tiere werden wegen ihres Aussehens auch als Würmer mit Füßen beschrieben.Foto: oh

Durch den Reaktorunfall von Tschernobyl haben einige Würmer offenbar den Sex erfunden. Eine Art, die sich sonst asexuell vermehrt, paart sich laut ukrainischen Biologen in der Gegend um Tschernobyl nun mit Artgenossen, um Nachkommen zu zeugen.Foto: AP

Der Fadenwurm C. elegans - Studienobjekt unzähliger Wissenschaftler - lebt ohne Blut im Körper.Foto: dpa

Zehn Dinge über ... können Sie jetzt auch nachlesen in Sebastian Herrmanns BuchDie fliegende KatzeVerlag: Droemer Knaur Taschenbuch Sachbuch/Ratgeber 223 Seiten Sprache: DeutschZu bestellen im SZ-Shop

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