Süddeutsche Zeitung

Zehn Dinge über ...:Kaffee

Was war die Aachener Kaffeefront und inwiefern fördert das Heißgetränk das Miteinander? Wir präsentieren Ihnen zehn Fakten über die schwarze Bohne, die Sie überraschen werden.

Sebastian Herrmann

Preußens König Friedrich der Große ließ von 1781 an invalide Soldaten als Kaffeeschnüffler für seinen Staat arbeiten. Die Geruchsfahnder sollten illegale Kaffeeröstereien aufspüren, die das Staatsmonopol verletzten.Foto: AP

Amerikanische Chemiker haben einen Schnelltest entwickelt, mit dem der Koffeingehalt einer Tasse Kaffee grob bestimmt werden kann. Sie injizierten Lamas Koffein und gewannen so aus deren Blut spezifische Antikörper. Werden diese in Kaffee gegeben, zeigen sie eine messbare Reaktion.Foto: dpa

Werbefotografen haben allerlei Tricks parat, um Lebensmittel appetitlich aussehen zu lassen. Schöne Schaumblasen in einer Tasse Kaffee etwa gelingen durch menschliche Spucke.Foto: dpa

Schon der Duft von frischem Kaffee weckt müde Wesen. Bei übernächtigten Ratten aktivierte der Geruch des Heißgetränks einige Hirnfunktionen.Montage: sueddeutsche.de / Foto: iStockphoto / dpa

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Kaffee eine begehrte Schmuggelware. Zentrum der illegalen Einfuhr war die sogenannte Aachener Kaffeefront. Die Hauptrouten, auf denen Schmuggler Kaffee aus Holland und Belgien transportierten, lagen südlich von Aachen in den Ausläufern der Eifel. Die Zöllner hatten Schießbefehl: Zwischen 1945 und 1953 starben dort etwa 40 Schmuggler und Grenzer, Hunderte wurden verletzt.Foto: Getty Images

Laut amerikanischen Psychologen fördert eine heiße Tasse Kaffee positives Miteinander. Wer ein warmes Getränk in der Hand hielt, reagierte in einem Experiment der Forscher warmherziger und beurteilte andere Menschen positiver. Probanden, die einen Eiskaffee in den Händen hielten, zeigten sich in der Studie kaltherziger.Foto: iStockphoto

Kaffee ist nach Erdöl der meist gehandelte Rohstoff der Erde.Foto: iStockphoto

Seit dem 17. Jahrhundert versuchen esoterisch orientierte Menschen, ihre Zukunft im Kaffeesatz zu lesen. Angeblich hat ein Wahrsager aus Florenz die Kaffeesatzleserei erfunden, der Thomas Tamponelli hieß.Foto: Reuters

Meyers Konversationslexikon von 1888 pries Kaffeesatz als Reinigungsmittel. Mit gebrauchtem Kaffeepulver ließen sich besonders gut verschmutzte Nachttöpfe ausschrubben, heißt es darin.Foto: iStockphoto

Kaffee galt lange als giftig. Wie stark das Getränk wirkte, wollte Schwedens König Gustav III. im 18. Jahrhundert klären. Zwei eineiige Zwillinge - verurtelte Verbrecher - mussten dazu jahrelang zu Forschungszwecken trinken, einer Tee, einer Kaffee. Beide überlebten den König. Der Teetrinker starb schließlich zuerst, mit 83 Jahren.Foto: dpa

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