Süddeutsche Zeitung

Zehn Dinge über ...:Ameisen

Vor welchen Vegetariern müssen sich Ameisen in Mittelamerika hüten und was tun ihre tropischen Verwandten gegen Hochwasser? Zehn Fakten über die Krabbeltierchen.

Stefan Herrmann

Die Tropenameise Cataulacud muticus lebt in hohlen Baumbushalmen. Bei Regen wird das zum Problem: Hochwasser bekämpfen die Ameisen, indem sie einbrechendes Wasser trinken und außerhalb des Baus in Portionen zu je 0,6 Mikrolitern ablassen.Foto: iStockphoto / Ameise im Regen

Akaziendornen bieten Ameisen Schutz. In Mittelamerika müssen die Insekten auf den Bäumen dennoch auf der Hut sein. Dort lauert eine Springspinne. Diese ist Vegetarierin und entreißt den Ameisen nur Blattstücke.Foto: iStockphoto

Bei Cardiocondyla, einer tropischen Ameise, gibt es zweierlei Männchen - die einen haben Flügel und sind friedlich, die anderen sind flügellos und aggressiv. Die kämpferischen Männchen machen Jagd auf ihre geflügelten Konkurrenten. Diese schützen sich, indem sie sich mit dem Duft junger Königinnen tarnen. Das klappt, doch statt sie zu töten, wollen die aggressiven Männchen die Konkurrenten nun begatten.Foto: iStockphoto / Zwei Ameisengenerationen

Die Arbeitsteilung im Ameisenbau ist hochdifferenziert. Bei manchen Arten gibt es Futterspeicher-Ameisen. Diese werden mit Nahrung vollgestopft, bis sie nicht mehr laufen können. In Zeiten der Not würgen die fetten Tiere das Essen wieder hervor.Foto: iStockphoto

Die meisten Ameisenköniginnen lassen sich nur zu einer Gelegenheit begatten. Das Sperma ihrer Freier verstauen sie in ihrem Hinterleib, es muss ein Leben lang reichen. Und das kann bis zu 28 Jahre dauern. Ameisenköniginnen legen oft mehrere hundert Eier pro Tag, die befruchtet werden sollen.Foto: iStockphoto

Eine der größten Ameisenkolonien der Welt erstreckt sich über Tausende Kilometer von der spanischen Atlantikküste bis an die italienische Riviera.Foto: iStockphoto

Drosseln, Lerchen und Eichelhäher schätzen die Dienste von Ameisen. Ist ihr Gefieder von Milben befallen, setzen sie sich mit ausgebreiteten Flügeln auf Ameisenhaufen und lassen sich von den Insekten mit Säure bespritzen.Foto: iStockphoto

100 Gramm Ameisen liefern mehr als doppelt so viel Eiweiß wie 100 Gramm Rindfleisch.Foto: AP

Honigameisen haben Turnier-Ameisen in ihren Reihen. Kommt es zum Konflikt mit einer feindlichen Kolonie, stellen sich die Turnier-Insekten beider Seiten auf und demonstrieren ihre Stärke. Kleinere Tiere überprüfen die Macht beider Heere. Überzeugt eine Seite weniger, verlagert sich das Turnier in Richtung ihres Nestes.Foto: iStockphoto

Mit einem Milligramm des Duftstoffs, der Blattschneiderameise Atta vollenweideri ließe sich eine Fährte legen, die 60-mal um die Erde führte.Foto: iStockphoto

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