Umweltsatellit Sentinel-5P zeigt Luftverschmutzung in bisher unerreichter Genauigkeit

Der europäische Umweltsatellit Sentinel-5P hat nach seinem Start vor gut eineinhalb Monaten erste Bilder in höchster Auflösung zur Luftverschmutzung auf der Erde geliefert. Es sei eine neue Dimension in der Datenqualität, sagt Josef Aschbacher, Direktor der Erdbeobachtungsprogramme der europäischen Raumfahrtorganisation Esa.

Die Karten zeigen die Verteilung von Spurengasen mit bisher unerreichter Genauigkeit und sollen erlauben, die Luftqualität präzise vorherzusagen und zu überwachen. Damit soll auch die Auswirkung des Klimawandels auf untere Luftschichten erforscht werden.

Sentinel-5P war am 13. Oktober an Bord einer russischen Trägerrakete abgehoben und auf einer Umlaufbahn in 824 Kilometern Höhe ausgesetzt worden. Es sei früher nicht vorstellbar gewesen, dass Luftverschmutzung aus 800 Kilometern Höhe beobachtet werden könnte, hieß es. Sentinel-5P zählt zum Copernicus-Programm, bei dem Satelliten die Erde und die Atmosphäre beobachten und Veränderungen dokumentieren.

Bild: dpa 2. Dezember 2017, 19:432017-12-02 19:43:40 © SZ.de/fehu