Wissenschaftsgeschichte:Wenn der Tote plötzlich klingelt

Wissenschaftsgeschichte: Ein Draht, der vom Grab zu einer Glocke führte sollte es lebendig Begrabenen ermöglichen, sich bemerkbar zu machen.

Ein Draht, der vom Grab zu einer Glocke führte sollte es lebendig Begrabenen ermöglichen, sich bemerkbar zu machen.

(Foto: Museum für Sepulkralkultur/Martin Glauert)

Scheintod-Glocken, Särge mit Luftzufuhr: Die Angst, lebendig begraben zu werden, trieb vom 18. Jahrhundert an bizarre Blüten. Mit speziellen Erfindungen sollte das Schreckliche verhindert werden.

Von Martin Glauert

Der Großvater war gestorben, man musste den Physikus rufen. Der holte aus seiner Ledertasche einen Spiegel und eine Daunenfeder hervor und hielt beides nacheinander dem Toten vor den Mund. Doch der Spiegel beschlug nicht und die Feder blieb unbewegt. Um ganz sicherzu gehen, stellte man ein Glas Wasser auf die Brust des Verstorbenen. Da es nicht wankte und herabfiel, war der Fall klar: Der Mensch war tot, nun konnte er beerdigt und das Erbe verteilt werden.

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