Wissenschaftsgeschichte:Mensch und Mythos

Lesezeit: 8 min

Vor 100 Jahren stellte Albert Einstein seine Allgemeine Relativitätstheorie vor. Sie machte den Physiker zu einem Popstar, dessen Fans glaubten, er könne jedes Problem mit Gedankenkraft lösen.

Von Christopher Schrader

Die Persönlichkeitsspaltung des Albert E. beginnt in der zweiten Novemberwoche des Jahres 1919. Unaufhaltsam wird aus dem Physiker ein Popstar, tritt neben den Mann der Mythos. Der Gelehrte merkt es nicht sofort, die Verwandlung geht schließlich von London und New York aus. Am Wohnort des 40-Jährigen in der Haberlandstraße in Berlin-Schöneberg kommt der Hype erst einen Monat später an. Fortan steht neben der privaten und akademischen Figur des Physikers die öffentliche Persona des genialen Denkers, der die Rätsel der Welt allein per Geisteskraft gelöst hat. Und die eine steht stets im Schatten der anderen.

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