In den USA ist der Kampf gegen die Universitäten in eine neue Runde gegangen. Jüngst forderte US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. „interne“ Publikationsorgane seiner Behörde, verbunden mit einem Verbot für staatliche Universitäten, in den großen internationalen medizinischen Fachzeitschriften zu publizieren. Richteten sich die Angriffe bisher noch gegen eher begrenzte, angeblich „woke“ akademische Themen, zu denen sich die Trump-Administration in direkter kulturkämpferischer Gegnerschaft sieht, zielen die neuen Angriffe nun unmittelbar auf die Integrität des gesamten Wissenschaftssystems und auf die Autonomie der Wissenschaft schlechthin.
MeinungForschungFreiheit der Wissenschaft ist eine Bedingung für Demokratie
Gastbeitrag von Armin Nassehi und Matthias Tschöp
Lesezeit: 5 Min.

Wissenschaftliche Publikationen wollen sie lieber in regierungseigenen Journalen als in angesehenen Fachzeitschriften veröffentlicht sehen: US-Präsident Trump und sein Gesundheitsminister Kennedy.
Tom Brenner/The Washington Post/Getty ImagesDie jüngsten Attacken der US-Regierung gegen die Universitäten sind nicht weniger als ein Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit. Das ist eine ernst zu nehmende Gefahr. Denn Wissenschaft kann nur in Freiheit gedeihen, und Freiheit gibt es nicht ohne Wissenschaft.
