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Wissenschaft - Mainz:Mainzer Studie zu Migration und psychischer Gesundheit

Mainz (dpa/lrs) - Mögliche Zusammenhänge zwischen Migration und psychischer Gesundheit untersucht eine Studie unter der Federführung der Mainzer Universitätsmedizin. Die Arbeit der Psychologin Ana Nanette Tibubos erhalte von der Deutschen Forschungsgemeinschaft eine dreijährige Förderung von insgesamt rund 550 000 Euro, wie die Unimedizin am Donnerstag in Mainz mitteilte. Es solle erforscht werden, was Menschen psychisch gesund halten könne, obwohl sie im Zuge der Einwanderung in ein neues Land Widrigkeiten erlebt hätten.

Für die Studie, an der auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin beteiligt ist, werden Daten von über 83 000 Menschen aus vier großen Studien aus Deutschland, den USA, Großbritannien und Australien ausgewertet - davon über 25 000 Personen mit Migrationshintergrund. Im Fokus der Untersuchung soll auch stehen, inwieweit sich die psychische Gesundheit von Migranten in klassischen Einwanderungsländern von der in Ländern mit kolonialem Hintergrund und einem Schwerpunkt auf Arbeitsmigration unterscheidet.