Wissenschaftliche Freiheit:Kontroverse um Rassismusvorwurf

Lesezeit: 3 min

Wissenschaftliche Freiheit: Bücher und Fachzeitschriften - zentral im wissenschaftlichen Diskurs.

Bücher und Fachzeitschriften - zentral im wissenschaftlichen Diskurs.

(Foto: Veam via www.imago-images.de/imago images/Westend61)

Ein Forscher wirft dem Herausgeber einer Fachzeitschrift für Psychologie Rassismus und unprofessionelles Verhalten vor. Der verliert die Herausgeberschaft - versteht aber überhaupt nicht wieso.

Von Nadja Tausche

Klaus Fiedler bezeichnet das, was ihm zuletzt passiert ist, als "das Surrealste, das ich erlebt habe in meinen über 45 Berufsjahren". Fiedler ist Professor für Sozialpsychologie an der Universität Heidelberg und Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Bis vor Kurzem war er auch Herausgeber der Fachzeitschrift Perspectives on Psychological Science. Nachdem ihm in den sozialen Medien und in einer Petition mit mehr als 1300 Unterschriften Rassismus und unprofessionelles Verhalten vorgeworfen worden war, hat ihm die Association for Psychological Science (APS), in der die Zeitschrift erscheint, den Rücktritt nahegelegt - Fiedler verlor die Herausgeberschaft.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Man Relaxing At Home Talking To Partner On Smartphone; onlinedating
Liebe und Partnerschaft
»Zu viel Ehrlichkeit halte ich für ein Warnsignal«
Arbeit
Schluss mit dem Kaputtmachen!
Feministische Außenpolitik
Feminismus und Geschwafel
"Tár"-Schauspielerin Cate Blanchett
"Es ist einsam an der Spitze"
Kindermedizin
Warum mehr Kinderärzte noch nicht genug sind
Zur SZ-Startseite