Wintereinbruch im Alpenland:Sehr früh, sehr viel, sehr schnell

Wintereinbruch im Alpenland: Am Münchner Hauptbahnhof ging am Samstag gar nichts mehr: Der Zugverkehr wurde wegen der Schneemassen eingestellt.

Am Münchner Hauptbahnhof ging am Samstag gar nichts mehr: Der Zugverkehr wurde wegen der Schneemassen eingestellt.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Noch nie seit Aufzeichnung der Wetterdaten ist in München Anfang Dezember fast ein halber Meter Schnee in so kurzer Zeit gefallen. Auch andere Regionen in Europa kämpfen mit dem Wintereinbruch. Ist das noch Wetter oder auch schon wieder Klima?

Von Marlene Weiß und Ralf Wiegand

Normalerweise fährt der letzte Shuttlebus vom angesagten Club "Conrad Sohm" zum Bahnhof in Dornbirn um drei Uhr morgens, ein Service für die Nachtschwärmer in Vorarlberg. Samstagnacht aber kam kein Bus, auch kein Taxi, kein Auto, kein nichts: Der Winter war über die Alpenregion hergefallen, die Schneemassen, die nicht nur auf deutscher, sondern auch auf österreichischer Seite fielen, hatten einen Murenabgang ausgelöst. Nachrichtenagenturen berichteten, dass 91 Gäste des Clubs in Dornbirn bis in den hellen Tag ausharren mussten, weil Rettungskräfte erst eine sichere Abfahrt von der Location schaffen mussten. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand, die Fotos von dem Naturereignis - etwa Erdmassen, die sich unter ein Brücklein schieben - deuten aber die Gefährlichkeit des extremen Wintereinbruchs vom Wochenende an. Der rutschende Hang, hieß es, bleibe zunächst instabil.

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