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Weltraumtourismus:Wie die Nasa für Weltraumtourismus wirbt

Exotischer als auf Saturn-Monden und "kosmischen Vagabunden" könnte man kaum Urlaub machen.

Von Christoph Behrens

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Retro-Plakate der Nasa

Quelle: dpa

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Das Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Kalifornien ist die Zukunftswerkstatt der Nasa. Das Forschungszentrum hat unzählige Raumsonden entwickelt und ins All begleitet, darunter die Voyager-Sonden oder mehrere Mars-Roboter wie Odyssey und Pathfinder.

Mit Plakaten wirbt das JPL nun für fiktive Reiseangebote ins Weltall, etwa einen Trip zum Mars, inklusive Besuch "historischer Stätten". Das Poster zeigt eine Zukunft, in der man nostalgisch auf unbemannte Missionen zurückblicke, erklärt das JPL. Denn in dieser Zukunft haben Menschen den Mars bereits betreten.

Retro-Plakate der Nasa

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Oder wie wäre es statt des Nachbarplaneten Mars gleich mit der "großen Tour", vorbei an den Gasplaneten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun? Diesen Weg wählten die beiden Voyager-Sonden, die 1977 starteten. Die Fluggeräte haben die Planeten des Sonnensystems längst hinter sich gelassen, funken aber immer noch Daten zur Erde.

Retro-Plakate der Nasa

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Noch exotischer wäre ein Besuch auf dem Exoplaneten Kepler-16b in rund 200 Lichtjahren Entfernung. Der Himmelskörper umkreist zwei Sterne zugleich, was laut Nasa-Künstlern wohl spektakuläre Sonnenuntergänge ermöglicht. Mit bis zu Minus 100 Grad Celsius ist die Oberflächentemperatur jedoch nicht ideal für einen Sommerurlaub.

Retro-Plakate der Nasa

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Dann doch eher auf zu Exoplanet HD 40307, der wegen seiner großen Masse auch "Supererde" heißt. Die im Vergleich zur Erde achtfache Masse steigert die Anziehungskraft, was womöglich irre Fallschirmsprünge ermöglichen würde.

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Quelle: Nasa / JPL

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Daheim ist es doch am schönsten! Zumindest hat man nirgends sonst im Sonnensystem - oder außerhalb davon - bislang Leben entdecken können.

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Schon in der unmittelbaren Nachbarschaft wird es ungemütlich. Auf der Venus herrschen wegen eines enormen Treibhauseffekts in der Atmosphäre ständig über 400 Grad. Höchstens über den Wolken, im "Cloud Observatory", könnte man vielleicht ein wenig entspannen.

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Quelle: Nasa / JPL

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Neun Künstler, Designer und Illustratoren hatten beim Jet Propulsion Laboratory den Auftrag, die Werbekampagne für den Weltraumtourismus zu entwerfen. Alle Reiseziele sind Orte im Universum, die man bereits von Beobachtungen oder früheren Missionen kennt. So auch Ceres, der erste Zwergplanet, der zum Ziel einer Raumsonde wurde: Das Fluggerät Dawn erreichte die Umlaufbahn des weniger als 1000 Kilometer durchmessenden Himmelskörpers im März 2015. Das Nasa-Poster bezeichnet Ceres als "Tor zum äußeren Sonnensystem".

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Quelle: Nasa / JPL

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Hinter dem Asteroidengürtel, in dem Ceres liegt, wartet Jupiter auf potenzielle Weltraumtouristen. Die Vorzüge des Reiseziels laut Nasa: Nordlichter, die hundertmal so stark leuchten wie die der Erde. Die Raumsonde Juno soll den Jupiter im Juli 2016 erreichen und insbesondere die Leuchterscheinungen des Planeten näher erforschen.

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Von Jupiter, dem größten Planeten des Sonnensystems, wäre es dann nur noch ein Katzensprung zu seinem Mond Europa. Für die Nasa einer der vielversprechendsten Orte, um nach außerirdischem Leben zu suchen: Im Inneren von Europa wird ein gigantischer Salzwasser-Ozean vermutet. Da der Mond von Jupiters Gezeitenkräften durchgeknetet wird, wäre es in seinem Inneren vermutlich auch warm genug für Leben. Das Plakat deutet eine reichhaltige Unterwasserwelt an, die man in ferner Zukunft auf Europa erleben kann. Was unter der Kruste tatsächlich vor sich geht, soll eine Nasa-Raumsonde in den 2020er-Jahren klären.

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Quelle: Nasa / JPL

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Auch auf Titan, dem größten Mond des Saturn, gibt es Meere. Doch bestehen diese aus flüssigem Ethan und Methan, statt aus Wasser. Ein Weltraumtourist könnte einst auf den Ozeanen herumschippern und die vom Wind bizarr geformten Dünen und Täler bewundern, hoffen die Nasa-Künstler.

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Quelle: Nasa / JPL

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Das perfekte Ziel für Partytouristen heißt PSO J318.5-22. Der "kosmische Vagabund" umkreist keinen Stern und treibt einsam durchs All - die Nacht und somit das Nachtleben würden auf diesem 80 Lichtjahre entfernten Planeten also niemals aufhören.

© SZ.de/chrb/fehu/ghe
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