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Weltraumbahnhof Kourou:Wettersatellit "Aeolus" erfolgreich gestartet

ESA-Erdbeobachtungssatellit ´Aeolus" ins All gestartet

Die Vega-Trägerrakete startet mit dem ESA-Satelliten in Kourou.

(Foto: dpa)
  • Der Satellit Aeolus ist vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou ins All gestartet.
  • Der 300 Millionen teure und 1,4 Tonnen schwere Satellit soll in einer Höhe von 30 Kilometern mit Hilfe von Lasertechnik Windprofile erstellen.
  • Schon im ersten Jahr nach dem Start soll der Deutsche Wetterdienst von den Daten profitieren können.

Der Erdbeobachtungssatellit Aeolus ist am späten Mittwochabend mit einer Vega-Trägerrakete ins All gestartet. Gegen 23.20 Uhr hob die Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ab.

Der Satellit, der nach dem "Gott der Winde" benannt ist, soll die Wettervorhersage voranbringen. Er kann mit Hilfe spezieller Lasertechnik Windprofile erstellen. Nach Angaben der Europäischen Raumfahrtagentur ESA kann er erstmals die Windgeschwindigkeit rund um den Globus von 30 Kilometern Höhe bis zum Boden und über dicken Wolken messen.

Innerhalb des ersten Jahres nach dem Start werden europäische Wetterdienste wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach voraussichtlich die Satelliten-Daten in ihre Vorhersage-Modelle einspeisen können. Zwar gibt es zahlreiche Wetterballons, Bojen, Schiffe, Flugzeuge und andere Satellitenmessungen, die Daten über Winde liefern. Doch auf der Südhalbkugel, über den Ozeanen, den Tropen und oberhalb von zehn Kilometern Höhe ist dieses Netz dünn.

Etwa 15 Jahre hat die Vorbereitung der "technisch höchst komplizierten und anspruchsvollen wissenschaftlichen Mission" gedauert, heißt es bei der ESA. Der mehr als 300 Millionen Euro teure und rund 1,4 Tonnen schwere Satellit sei "extrem fragil", die Technik hoch kompliziert und sehr empfindlich. Voraussichtlich nach vier Jahren wird er in der Erdatmosphäre verglühen.

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