Lübecker BuchtBuckelwal am Ostseestrand hat sich befreit

Ein Meeresbiologe mit dem gestrandeten Wal am Strand von Niendorf in der Gemeinde Timmendorfer Strand.
Ein Meeresbiologe mit dem gestrandeten Wal am Strand von Niendorf in der Gemeinde Timmendorfer Strand. Daniel Bockwoldt/dpa
  • Ein seit Montag auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand gestrandeter Buckelwal hat sich über Nacht wohl selbst befreit.
  • Am Donnerstag gruben Einsatzkräfte mit Schwimm- und Landbaggern eine Rinne, um das 12 bis 15 Meter lange Tier zu retten.
  • Fotografen und Journalisten konnten den Wal am Freitagmorgen nicht mehr entdecken, eine offizielle Bestätigung steht noch aus.
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Die Rettungsaktion des gestrandeten Tieres sollte heute Morgen fortgesetzt werden. Doch der am Donnerstag noch gestrandete Wal hat sich über Nacht wohl befreit.

Der seit Tagen in der Ostsee vor Timmendorfer Strand auf einer Sandbank festsitzende Wal hat seinen Weg in tiefere Gewässer wieder gefunden. Fotografen und Journalisten suchten am Freitagmorgen das Wasser und den Horizont nach dem zwölf bis 15 Meter langen Meeressäuger ab und konnten das Tier nicht mehr entdecken, sagte ein dpa-Reporter. Ein Biologe vor Ort bestätigte das. Stattdessen sei der Wal weiter draußen in der Lübecker Bucht gesichtet worden, sagte Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW).

Die Situation am Freitagmorgen: Ausgelegte Bojen zeigen die ausgebaggerte Rinne für den gestrandeten Buckelwal in der Lübecker Bucht, der Wal selbst ist nicht mehr zu sehen.
Die Situation am Freitagmorgen: Ausgelegte Bojen zeigen die ausgebaggerte Rinne für den gestrandeten Buckelwal in der Lübecker Bucht, der Wal selbst ist nicht mehr zu sehen. Marcus Brandt/dpa

Am Donnerstag wurde mit einem Schwimmbagger eine Rinne ausgehoben, durch die das gestrandete Tier in tieferes Wasser zurückgeführt werden sollte. Auch ein größerer Bagger konnte schließlich von Land aus eingreifen, nachdem ein Damm aufgeschüttet worden war, um das schwere Gerät in Reichweite zu bringen.

Rettungsversuch mit großem Aufwand: Bagger graben eine Rinne in Richtung des gestrandeten Wals. Im trüben Wasser ist es nicht leicht, zu erkennen, wo bereits Sand beiseitegeschaufelt wurde.
Rettungsversuch mit großem Aufwand: Bagger graben eine Rinne in Richtung des gestrandeten Wals. Im trüben Wasser ist es nicht leicht, zu erkennen, wo bereits Sand beiseitegeschaufelt wurde. Daniel Bockwoldt/dpa

Bis in die späten Abendstunden waren die Einsatzkräfte für die Rettungsaktion am Donnerstag vor Ort. Sie versuchten teils auch mit Lärm den Meeressäuger dazu zu bringen, sich weiterzubewegen.

Gegen 20.30 Uhr rücken die Helfer schließlich ab, aus Sicherheitsgründen wurden die Arbeiten in der Dunkelheit abgebrochen. In den Morgenstunden hätte die Aktion eigentlich fortgesetzt werden sollen.

Die Retter wollen den Wal von der Stelle bewegen.
Die Retter wollen den Wal von der Stelle bewegen. Daniel Bockwoldt/dpa

Der Buckelwal war Montagmorgen auf einer Sandbank entdeckt worden. Am Dienstag war ein Rettungsversuch mit einem kleinen Saugbagger gescheitert.

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