Ökologie:Es knallt im Wald

Lesezeit: 5 min

Rothirsch (Cervus elaphus) Weibchen im Morgennebel, Nordrhein-Westfalen, Deutschland *** Red deer Cervus elaphus female

Seit 2015 haben Jäger in Deutschland durchschnittlich 77926 Rothirsche pro Jahr erlegt - hier ein weiblicher Hirsch.

(Foto: Ralf Kistowski via www.imago-images.de/imago images/BIA)

Politik, Forstwirte, Jäger und Ökologen streiten: Müssen noch viel mehr Wildtiere geschossen werden, um Bäume im Wald zu schützen?

Von Rudolf Neumaier

Diese Zahlen sprechen für den Fleiß der deutschen Jäger. Seit 2015 erlegten sie durchschnittlich 77 926 Rothirsche pro Jahr, und bei den Rehen stellten sie im Jahr 2019 einen Rekord auf: 1,26 Millionen Rehe kamen zur Strecke. Den Forstwirten reicht das aber immer noch nicht. Sie üben derzeit massiven Druck auf die Bundesregierung aus, das Jagdgesetz zu ändern - damit noch mehr Tiere geschossen werden. Damit soll der Umbau der Wälder von Monokulturen in klimaresistente Mischwälder kostengünstiger werden, denn Rehe und Hirsche naschen gern an Baumtrieben, sie bevorzugen von Menschen angepflanzte Bäume.

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