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Wahrnehmung:Pferde sprechen mit den Ohren

Ohrenhaltung beeinflusst Futterwahl von Pferden

Die Ohrenhaltung beeinflusst die Futterwahl von Pferden

(Foto: dpa)

Pferde lesen besser im Gesicht von Artgenossen als vermutet. Sie interpretieren die Haltung von Ohren und Augen anderer Pferde und kommunizieren auf diese Weise. Zum Beispiel über gutes Essen.

Menschen können mit den Augen kommunizieren - Pferde auch mit den Ohren. Die Psychologinnen Jennifer Wathan und Karen McComb von der Universität Sussex zeigen in einem Beitrag für das Fachmagazins Current Biology, wie wichtig die Ausrichtung von Augen und Ohren für die gegenseitige Wahrnehmung der Tiere ist. Die Forscherinnen versuchten hierzu, die Aufmerksamkeit von Pferden auf einen von zwei Futtereimern zu lenken. Dazu zeigten sie den Tieren lebensgroße Bilder von Pferdeköpfen, die sich einem der beiden Eimer zuwandten. Nahmen die Pferde das Bild ihrer Artgenossen wahr, entschieden sie sich meist für den gleichen Eimer.

Andere Bilder zeigten dieselben Pferdeköpfe, allerdings waren entweder Augen oder Ohren mit Masken verdeckt, die in der Pferdezucht üblich sind. Die meisten Versuchstiere waren an den Anblick von Artgenossen mit Masken gewöhnt. Doch orientierten sie sich plötzlich nicht mehr an der Ausrichtung des abgebildeten Kopfes, sondern entschieden sich zufällig für einen der beiden Futtereimer. Auch befassten sich die Pferde mit den Bildern vermummter Artgenossen weniger lang. Waren alle Gesichtsmerkmale zu sehen, blickten die Pferde im Mittel gut drei Sekunden lang auf die Bilder. Die Fotos mit maskierten Pferden interessierten sie nur eineinhalb Sekunden lang.

Den Forschern zufolge zeigt das Experiment, dass Pferde die Aufmerksamkeit eines anderen Pferdes erkennen. Dafür ist aber nicht die Ausrichtung des Kopfes entscheidend, sondern die Augen und Ohren des anderen. Es sei der erste Hinweis, so die Forscher, dass Tiere mit seitlich angeordneten Augen die Blickrichtung anderer unabhängig von der Haltung des Kopfes wahrnehmen können. Bislang traute man das nur Primaten zu. Außerdem fordern sie, die Bedeutung beweglicher Ohren bei der nonverbalen Kommunikation genauer zu untersuchen. Bisher hätten sich Forscher zu sehr auf Formen beschränkt, die auch Menschen beherrschen.

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