Kriterium: Namensposition auf dem Stimmzettel

Auch schlichte Gewohnheit ohne jeden Bezug zur Politik kann den Ausschlag bei der Wahl geben, wie der Politikwissenschaftler und Psychologe Jon Krosnick von der Ohio State University feststellte. Er ging von der Beobachtung aus, dass Beantworter von Fragebögen dazu neigen, häufiger die erste Antwortmöglichkeit anzukreuzen und fragte sich, ob das auch für das Ausfüllen von Stimmzetteln gelte.

Krosnick analysierte in mehreren Arbeiten die Anordnungen der Kandidaten auf den Stimmzetteln, die in den US-Staaten ganz unterschiedlichen Prinzipien folgen. Er fand heraus, dass die Kandidaten jeweils dort besser abschnitten, wo ihr Name weiter oben stand. Der Unterschied zwischen der oberen und einer unteren Position erbrachte im Schnitt 2,5 Prozent mehr Wählerstimmen.

Wer eine solche Entscheidung für absurd hält, der sollte sich anschauen, was der Psychologe Brett Pelham herausgefunden hat.

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25. September 2009, 15:342009-09-25 15:34:00 ©