Vulkanausbruch in AfrikaEin Kontinent zerbricht

Seit Tagen spukt der Vulkan Nabro in Eritrea Lava und Asche - dabei hatte er zehntausend Jahre lang die Eruptionen seinen aktiven Nachbarn überlassen. Der Nabro liegt in einer Region, in der sich aktuelle Weltpolitik, die Entwicklungsgeschichte der Menschheit und die ferne Zukunft des Kontinents in bemerkenswerter Weise berühren.

Der Vulkan Nabro spuckt seit einigen Tagen Lava und Asche. Er gehört zu den Feuerbergen, die selbst Vulkanologen kaum kannten: Im nordostafrikanischen Staat Eritrea gelegen, hat er zehntausend Jahre lang die Eruptionen seinen aktiven Nachbarn überlassen. Anfänglich wurden sie sogar dem Nachbarn Dubbi zugeschrieben. Sein Ausbruch lenkt den Blick auf eine Region, in der sich aktuelle Weltpolitik, die Entwicklungsgeschichte der Menschheit und die ferne Zukunft des Kontinents in bemerkenswerter Weise berühren.

Eine Aufnahme des Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (Modis) an Bord des Nasa-Satelliten Aqua vom 15. Juni 2011. Die Aschewolke erreichte nach Angaben des Toulousse Volcanic Ash Advisory Center und des Joint Air Force & Army Weather Information Network eine Höhe von 11.000 Meter.

Bild: Jeff Schmaltz/Nasa 16. Juni 2011, 10:492011-06-16 10:49:13 © SZ vom 16. Juni 2011/mcs