Verhaltensforschung:Fairness auf vier Pfoten

Lesezeit: 4 min

Winnender Wonnetag - Mopsrennen

Ein Leckerli ist immer eine feine Sache. Heikel wird es nur, wenn ein anderer Hund eine bessere und größere Belohnung bekommt. Dann sind auch Mops, Dackel und Co. eingeschnappt.

(Foto: dpa)

Haben Hunde einen Sinn für Gerechtigkeit? Offenbar merken sie sich, wenn ein Artgenosse für die gleiche Mühe eine deutlich höhere Belohnung erhält. Auch andere Tiere reagieren sensibel auf ungleiche Behandlung.

Von Katrin Blawat

Auf Kommando die Pfote zu heben, das kann wohl jeder Hund schaffen. Wenn er denn will. In den Versuchen von Wiener Verhaltensbiologen wollten die Tiere unter bestimmten Umständen jedoch nicht und verweigerten ihre Mitarbeit: nämlich dann, wenn ein zweiter Hund die gleiche Aufgabe absolvierte und dafür mit Futter belohnt wurde - sie selbst aber leer ausgingen. Eine so offensichtliche Ungerechtigkeit lähmte den Arbeitseifer der Tiere und bereitete ihnen großes Unbehagen. Das zeigte sich an typischen Stressreaktionen: Die Hunde gähnten, kratzten sich und leckten sich die Lippen.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
apfel
Essen und Trinken
Die gruselige Haltbarkeit des Granny Smith
Juristenausbildung
In Rekordzeit zur schwarzen Robe
Geschwisterbeziehungen
Geliebter Feind
Erziehung
Sei bitte endlich ruhig, bitte
Woman  holds on to a sore knee after jogging; Knie Schoettle MAgazin Interview
Gesundheit
"Eine gute Beweglichkeit in der Hüfte ist das Beste für Ihr Knie"
Zur SZ-Startseite