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Wildlife Photographer of the Year:Luftblasen der Kaiserpinguine

Die Natur von ihrer wildesten Seite, aber auch die Bedrohung durch den Menschen - das sind die Motive, mit denen Fotografen am Wettbewerb "Wildlife Photographer of the Year" teilnahmen. Jetzt stehen die Sieger fest.

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Wildlife Photographer of the Year:Paul Nicklen' - "Bubble-jetting emperors"

Bubble-jetting emperors

Quelle: Paul Nicklen

Die Natur von ihrer wildesten Seite, aber auch die Bedrohung durch den Menschen - das sind die Motive, mit denen Fotografen am Wettbewerb "Veolia Environnement Wildlife Photographer of the Year 2012", ausgerichtet vom Natural History Museum und der BBC Worldwide, teilnehmen konnten. Die besten 100 Bilder des Wettbewerbs werden im National History Museum in London ausgestellt. Wir zeigen hier einige Gewinner und weitere wunderbare Aufnahmen.

Mit diesem Bild von Kaiserpinguinen hat Paul Nicklen den Wettbewerb "Veolia Environnement Wildlife Photographer of the Year 2012" gewonnen. Insgesamt waren 48.000 Aufnahmen aus 98 Ländern eingereicht worden. Aber die Unterwasseraufnahme des Kanadiers überzeugte die Jury. Nicklen hatte die Vögel im Rossmeer an der Küste der Antarktis aufgenommen. Für das spektakuläre Bild musste der Fotograf lange im eisigen Wasser ausharren, bis die Tiere plötzlich aus der Tiefe emporschossen und auf das Eis schnellten.

(Die wichtigste Quelle der Informationen zu allen Bildern: Veolia Environnement Wildlife Photographer of the Year 2012/The Gerald Durrell Award for Endangered Species.)

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Wildlife Photographer of the Year:Luciano Candisani - "Into the mouth oft he caiman"

Into the mouth of the caiman

Quelle: Luciano Candisani (Brazil)

In der Kategorie "Behaviour: Cold-Blooded Animals" wählte die Jury diese Aufnahme eines reglos auf Beute wartenden Brillenkaimans im brasilianischen Pantanal. Luciano Candisani hat die Erfahrung gemacht, dass die Tiere, die bis zu drei Meter lang werden können, nur selten aggressiv sind. "Dieses Bild habe ich mir vorgestellt, seit mein Vater mir vor 25 Jahren zum ersten Mal einen Kaiman gezeigt hat".

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Wildlife Photographer of the Year:Klaus Nigge - "Creative Visions"

A swirl of flamingos

Quelle: Klaus Nigge (Germany)

Der Deutsche Klaus Nigge konnte im Biosphärenreservat Ría Celestún auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán diese Kubaflamingos (American oder Caribbean Flamingo) aufnehmen - und gewann damit in der Kategorie "Creative Visions". Die Vögel nutzen den Winter, um zum synchronen Balztanz zusammenzukommen - es ist der Auftakt zur Brutzeit. Um diese Luftaufnahme zu machen, schloss sich Nigge einer Gruppe von Biologen an, die eine Flamingozählung durchführten. Er fotografierte aus der Tür eines in engen Kreisen fliegenden Flugzeugs heraus. "Solche Aufnahmen zu machen, ist eine Herausforderung", so Nigge.

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Wildlife Photographer of the Year:Owen Hearn -"Flight paths"

Flight paths

Quelle: Owen Hearn (UK)

Sieger in der Kategorie "Environnement Young Wildlife Photographer of the Year" wurde Owen Hearn aus Großbritannien. Der Jugendliche fotografierte einen Milan auf der Farm seiner Großeltern. Das Bild mit dem Flugzeug hat auch einen symbolischen Charakter: Es wurde genau dort in Bedfordshire aufgenommen, wo in den sechziger Jahren London’s dritter Flughafen geplant wurde. In dieser Zeit waren diese Vögel in Großbritannien vom Aussterben bedroht. Der Flughafen wurde dort aufgrund des Widerstands in der Bevölkerung nicht erbaut und die Vögel wurden geschützt. Deshalb "kann ich heute auf der Farm die Tiere fotografieren", so Hearn.

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Wildlife Photographer of the Year:Kim Wolhuter - "Dog day"

Dog days,wildlife photographer of the year

Quelle: Kim Wolhuter

Ausgezeichnet wurde der Südafrikaner Kim Wolhuter für seine Aufnahme eines Afrikanischen Wildhundes auf völlig ausgetrockneter Erde im Malilangwe Wildlife Reserve in Simbabwe. "Manchmal zerreißt es einem das Herz", kommentiert der Fotograf die Not der gefährdeten Tiere.

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Wildlife Photographer of the Year:Jasper Doest - "Relaxation"

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Quelle: Jasper Doest/Veolia Environnement Wildlife Photographer of the Year 2012

Im Winter halten sich die Japanmakaken (auch Schneeaffen genannt) im Jigokudani-Tal mit Vorliebe in heißen Quellen auf. Der niederländische Fotograf Jasper Doest hat etwa 30 dieser Affen im Dampfbad beobachtet. "Das warme Wasser hat einen sehr beruhigenden Effekt auf die Affen, die meisten von ihnen schlafen", sagt er. "Es ist etwas Besonderes, wenn ein Tier einem genug vertraut, um einzuschlafen." Dabei entstand auch diese Aufnahme, die einen jungen Japanmakaken zeigt.

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Wildlife Photographer of the Year:Paul Hilton - "The end of sharks"

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Quelle: Paul Hilton/Veolia Environnement Wildlife Photographer of the Year 2012

Die Aufnahme des Briten Paul Hilton zeigt, wie auf dem Dong-Gang-Fischmarkt in Kaohsiung, Taiwan, Tausende gefrorene Haifischflossen verarbeitet werden. Die Suppe, die daraus gemacht wird, ist vor allem in Chinas Mittelschicht beliebt. Mit erschreckenden Folgen: Jedes Jahr werden fast 100 Millionen Haie getötet, die Populationen vieler Haifischarten im Nordwestatlantik sind seit 1972 um mehr als 90 Prozent gesunken. Die meisten Haie werden nur wegen ihrer Flossen gefangen und danach wieder ins Meer geworfen, wo sie erst Stunden später sterben.

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Wildlife Photographer of the Year:Ofer Levy - "Fly-by drinking"

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Quelle: Ofer Levy/Veolia Environnement Wildlife Photographer of the Year 2012

Mehrere Tage hat der israelische Fotograf Ofer Levy im Parramatta Park im australischen New South Wales verbracht, um die außergewöhnlichen Trinkgewohnheiten des Graukopf-Flughunds abzulichten. Das Fledertier jagt im Sturzflug aufs Wasser zu, berührt die Oberfläche mit der Brust und leckt dann die Tropfen aus seinem nassen Fell.

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Wildlife Photographer of the Year:Stefan Huwiler - "Snatch and grab"

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Quelle: Stefan Huwiler/Veolia Environnement Wildlife Photographer of the Year 2012

Ein Steinadler und ein Rotfuchs streiten sich um einen Kadaver: Diesen Moment hielt der Schweizer Stefan Huwiler im bulgarischen Sinite-Kamani-Naturpark fest.

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Wildlife Photographer of the Year:Hannah Bedford - "Caught in the act"

Caught in the act,wildlife photographer of the year

Quelle: Hannah Bedford

Die Britin Hannah Bedford reichte dieses Foto in der Kategorie "Young Wildlife Photographer of the Year" der unter Zehnjährigen ein. Ein Fuchs hatte gerade alle vier Hennen auf dem Hühnerhof getötet, als Hannah ihn fotografierte, den Mund noch voller Federn. "Es war toll, einen Fuchs so nahe zu sehen", sagt sie, "aber jetzt halten wir keine Hühner mehr."

© Wildlife Photographer of the Year/Süddeutsche.de/hmet/mcs

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