Sind die Bücher gelesen und das Licht gelöscht, stellt der Dreieinhalbjährige eine Frage, die er zum festen Teil des abendlichen Bettgehrituals gemacht hat. „Papa“, sagt er mit langem zweiten a, „was machst du gerade?“ In seiner Stimme steckt kaum hörbares Glucksen, denn jetzt hat der Junge Anlass für eine Schmarrn-Antwort geschaffen – denn was soll Papa schon machen? Natürlich sitzt er neben dem Bett oder liegt auch darin. Doch der Vater sagt: „Ich reite auf einem Krokodil zum Bäcker“, weil Unfug mit Tieren hoch im Kurs steht. „Nein“, sagt der Sohn mit lang gedehntem i, kichert und fragt abermals: „Was machst du?“ Noch ein Versuch: „Ich spiele mit Lego mit einem Känguru.“ Der Kleine lacht und fragt wieder. So geht das ein paar Mal hin und her, das Kinderlachen wird lauter, bis die richtige Antwort das Ritual beendet: „Ich liege hier neben dir. Schlaf gut.“
EntwicklungspsychologiePapa, der Clown
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Warum Unsinn, Blödeleien und Pipi-Kacka-Witze mehr sind als nur Spaß – und welche Bedeutung sie insbesondere für die Bindung zwischen Vätern und Kindern haben.
