Arktische Kälte in den USA:Der Polarwirbel, das Raubtier aus dem Norden

Arktische Kälte in den USA: Luftdruck und Winde rund um die Arktis beeinflussen den Polarwirbel und damit das Winterwetter

Luftdruck und Winde rund um die Arktis beeinflussen den Polarwirbel und damit das Winterwetter

(Foto: NOAA)
  • Die derzeitige Rekordkälte in Nordamerika hat ihre Ursache in Luftströmungen über der Arktis, dem sogenannten Polarwirbel.
  • Diese eiskalte Zone wird vom Jetstream begrenzt, einem Band von Höhenwinden.
  • Gelegentlich können kalte Luftmassen ausbrechen, die Folge ist extremes Winterwetter. Der Klimawandel kann dieses Phänomen verstärken.

Von Patrick Illinger

Man muss sich die Luftmasse über der Arktis vorstellen wie ein Raubtier. Im Winter wirbelt sie besonders heftig im Kreis. Ständig will die Luft ausbrechen und ihr Gehege verlassen. Ständig schlagen die Klauen dieser Bestie in Form heftiger, rotierender und eiskalter Luftwirbel nach Süden aus. Die rotierende Kaltluft versucht, gewaltsam in wärmere Breiten vorzudringen. Dabei wird sie von einer natürlichen Umzäunung zurückgehalten. Diese besteht aus einem Band heftiger Höhenwinde, welche in mehreren Kilometern Höhe wehen und die gesamte Nordhalbkugel der Erde umschlingen, der sogenannte Jetstream.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Aussteiger
Einmal Erleuchtung und zurück
Psychologie
Die ewige Suche nach Liebe
Mehl
Essen und Trinken
Wie die Mehlsorte das Backergebnis beeinflusst
Woman texting on mobile phone while at party; Alkohol Horsthemke
Gesundheit
»Die Leber braucht sehr lange, um zu regenerieren«
regener
Interview
"Ich bin nicht Musiker geworden, um ein seelisches Defizit zu kompensieren"
Zur SZ-Startseite