Katalysatoren

Seit in Europa Fabriken und Müllverbrennungsanlagen mit Filtern ausgestattet worden sind, trägt der Straßenverkehr am meisten zur Luftverschmutzung bei. Zum Glück hat die flächige Verbreitung des Katalysators seit Mitte der 1980er-Jahre die Luftqualität besonders in Ballungsräumen verbessert. Um die heutigen Werte ohne moderne Katalysatortechnik zu erreichen, müsste man die Fahrleistung der deutschen Fahrzeuge um 75 Prozent reduzieren. Katalysatoren reinigen Fahrzeugabgase, indem sie die giftigen Verbrennungsprodukte Kohlenwasserstoff, Kohlenmonoxid und Stickoxide in ungiftige Verbindungen wie Kohlendioxid, Wasser und Stickstoff verwandeln.

Neben den Katalysatoren zwangen neue Grenzwerte die Motorenbauer dazu, die Abgaswerte der Maschinen zu verbessern. Der Beitrag zur Luftverschmutzung durch Flugzeuge, die noch mit verbleitem Benzin fliegen, und durch Schiffe lässt sich nicht exakt beziffern, wird aber von Experten als sehr hoch eingeschätzt. Dank des geringeren Stickoxidausstoßes aus Autos mit Katalysatoren ist die Konzentration von chemischen Vorstufen des gefährlichen bodennahen Ozons zwischen 1990 und 2007 um 39 Prozent gefallen.

Bild: ddp 30. Juli 2010, 16:372010-07-30 16:37:15 © SZ vom 31.7.2010/mcs