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Umwelt - Saarbrücken:Saarland legt eigenes Aktionsprogramm zum Insektenschutz vor

Saarbrücken (dpa/lrs) - Mit einem eigenen Aktionsprogramm will das Saarland gegen das Insektensterben angehen. "Das Thema ist so wichtig, dass wir nicht mehr darauf warten wollen, bis der Bund endlich das von ihm schon lange angekündigte Konzept vorlegt", sagte Saar-Umweltminister Reinhold Jost (SPD) im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

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Saarbrücken (dpa/lrs) - Mit einem eigenen Aktionsprogramm will das Saarland gegen das Insektensterben angehen. "Das Thema ist so wichtig, dass wir nicht mehr darauf warten wollen, bis der Bund endlich das von ihm schon lange angekündigte Konzept vorlegt", sagte Saar-Umweltminister Reinhold Jost (SPD) im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

An einer ersten Auftaktveranstaltung zum "Aktionsprogramm Insektenschutz Saarland" (APIS) nahmen rund 30 Vertreter von Kommunen, Vereinen und Verbänden teil. Bis Mitte Juli können sie nun ihre Stellungnahmen einreichen. Das Aktionsprogramm soll noch ab diesem Jahr umgesetzt werden. Es sieht unter anderem Maßnahmen für blüten- und wildkrautreiche Flächen in Landwirtschaft und Siedlungsgebieten, Verzicht auf Pestizide und insektenfreundliche Beleuchtung vor.

Laut Jost sei die Situation im Saarland unter anderem aufgrund des hohen Ökoland-Anteils und der jahrzehntelangen naturnahen Waldbewirtschaftung zwar noch nicht so dramatisch wie in anderen Bundesländern, "aber wir müssen aufpassen, dass wir die Kurve bekommen und alle animieren, im Rahmen ihrer Möglichkeiten dem weiteren Artenschwund entgegenzutreten."

In Rheinland-Pfalz hat das Umweltministerium mit der "Aktion Grün" im Sommer 2017 ein Förderprogramm aufgelegt, das in vier Jahren neun Millionen Euro für Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt zur Verfügung stellt. Bislang seien bereits mehr als 2,8 Millionen Euro in Natur- und Artenschutzprojekte geflossen.

Das bundesweite Aktionsprogramm Insektenschutz befindet sich nach Angaben des Bundes-Umweltministeriums noch in der Ressortabstimmung und soll im Sommer ins Kabinett gebracht werden.

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