Umwelt - Hannover:Regierungsfraktionen machen Nachtflüge ab Hannover zum Thema

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Hannover (dpa/lni) - Obwohl die Regeln für Nachtflüge ab Hannover erst vor eineinhalb Jahren verschärft wurden, machen die SPD- und CDU-Fraktion im Landtag den nächtlichen Fluglärm nun zum Thema. Die zunehmenden Nachtflüge und der nächtliche Lärmschutz sind Thema einer gemeinsamen Fraktionsanhörung heute in Hannover.

Neben dem Flughafen, dem Wirtschaftsministerium, der Landeshauptstadt und den Airlines sollen auch die Bürgerinitiative BON-HA und die Fluglärmkommission Einschätzungen und Verbesserungsideen vorlegen, nun da der Airport nach der Corona-Zwangspause wieder durchstartet. Eine Kardiologe nimmt als Experte für Gesundheitsfolgen von Fluglärm an der online organisierten Anhörung teil.

Die zahlreichen nächtlichen Starts und Landungen zumeist von Ferienfliegern sind ein wachsender wirtschaftlicher Stützpfeiler des Flughafens. Die seit Anfang 2020 geltende Nachtflugregelung mit einer Laufzeit von zehn Jahren bestimmt, dass besonders laute Flugzeuge nachts nicht mehr in Hannover starten und landen dürfen. Ein vollständiges Nachtflugverbot hätte für den Flughafen Hannover weitreichende wirtschaftliche Folgen und würde Arbeitsplätze kosten. Bei einem Nachtflugverbot für alle Maschinen wäre nach Angaben des Wirtschaftsministeriums ein Drittel der rund 10 000 Arbeitsplätze bedroht.

Wegen der Corona-Krise waren die Fluggastzahlen in Hannover im vergangenen Jahr um 77 Prozent auf 1,45 Millionen Passagiere eingebrochen. Ein Jahr zuvor waren noch 6,3 Millionen Fluggäste gekommen. Das entspricht einem Rückgang um 77 Prozent. Der Jahresrekord in Hannover lag bei 6,32 Millionen Passagieren im Jahr 2018. Einen deutlichen Zuwachs trotz der Corona-Krise gab es 2020 bei der Luftracht und der Luftpost.

© dpa-infocom, dpa:210620-99-72925/2

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