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Umwelt - Gera:Nach Gifteinsatz im Sommer keine Raupenplage in Liebschwitz

Deutschland
Ein Hubschrauber fliegt über ein Waldstück nahe Gera-Liebschwitz und versprüht Insektengift. Foto: Bodo Schackow/dpa-zentralbild/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Gera (dpa/th) - Die Bekämpfung der Schwammspinnerraupen im Geraer Ortsteil Liebschwitz auch mithilfe eines aus der Luft versprühten Insektengifts hat aus Sicht der Stadt Wirkung gezeigt. Zu einer neuerlichen Raupenplage mit dem Kahlfraß ganzer Wälder und Gärten wie im vergangenen Jahr sei es nicht gekommen, teilte Geras Umweltamtsleiter Konrad Nickschick am Freitag mit. Neben dem Anfang Mai mit dem Hubschrauber verteilten Pflanzenschutzmittel habe daran das gemeinschaftliche Einsammeln der Raupen des Schwammspinners großen Anteil. Langfristig müsse der Ortsteil angesichts des Klimawandels mit milden Wintern und warmen, trockenen Sommern jedoch mit einem dauerhaften Vorkommen des Nachtfalters leben, prognostizierte Nickschick.

Im Frühjahr und Sommer 2019 war der Geraer Ortsteil von einer regelrechten Raupeninvasion heimgesucht worden. Die Stadt versuchte, unter anderem mit der Verteilung von Fliegengittern und intensivierter Straßenreinigung den Einwohnern die Raupen vom Leib zu halten. Bewohnern von Häusern, in denen sich die Raupen besonders breit machten, wurden Ausweichquartiere angeboten. Nachdem sich eine neuerliche massenhafte Vermehrung der Raupen in diesem Jahr abzeichnete, ließ die Landesforstanstalt das Insektengift über dem angrenzenden Eichenwald ausbringen. Vorsorglich hat die Stadt inzwischen zudem Spezialsauger zum Absammeln der Raupen angeschafft.

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