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Umwelt - Gera:Gera sucht zur Bekämpfung des Schwammspinners helfende Hände

Deutschland
Die Raupe des Schwammspinners (Lymantria dispar) auf einem Blatt der Roteiche. Foto: Sebastian Willnow/zb/Archiv (Foto: dpa)

Gera (dpa/th) - Die Stadt Gera sagt der Plage von Schwammspinner-Raupen den Kampf an. Am 1. Februar solle es im Ortsteil Liebschwitz eine große Aktion geben, bei der die Eier der Raupen von Bäumen abgesammelt werden, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Dafür werde um Unterstützung von freiwilligen Helfern gebeten. "An manchen Bäumen liegen bis zu 30 Eigelege mit jeweils 100 bis 1000 Eiern", erklärte Umweltamtsleiter Konrad Nickschick.

Mindestens 170 Hektar Wald mit mehreren tausend Bäumen seien betroffen. Ein Helfer könne leicht viele tausend Eier sammeln und damit effektiv Raupen verhindern. "Es werden viele Hände gebraucht", so Nickschick. Der Ortsteil Liebschwitz war im vergangenen Sommer von einer Massenvermehrung des Schwammspinners heimgesucht worden. Millionen schwarzbrauner Raupen machten sich nicht nur massenweise an Pflanzen in den Gärten und im Wald zu schaffen, sondern krochen auch an Häuserwänden entlang.

Um einen neuerlichen Befall zu verhindern, solle ab April auch ein Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Geprüft werde außerdem die Anschaffung von Industriestaubsaugern, mit denen die Raupen regelmäßig abgesaugt werden könnten. Aber auch auf Unterstützung aus der Natur wird gehofft. Denn ein strenger Winter würde helfen, die Population der Tiere zu reduzieren.