Überleben im WinterFrostschutz-Tricks der Natur

Viele Tiere müssen monatelang in eisiger Kälte leben. Damit sie nicht erfrieren, hat die Evolution sie mit besonderen Eigenschaften ausgestattet.

Von Christoph Behrens

Enten watscheln selbst bei Minustemperaturen über Eis und Schnee. Über ihre Füße verlieren sie dabei wenig Wärme, der Grund ist ein ausgeklügeltes Wärmetauschersystem: Warmes Blut fließt über die Arterien nach unten in den Fuß und kühlt ab. Das in den benachbarten Venen aufsteigende Blut wird dabei zugleich aufgewärmt. Im Körper der Ente selbst bleibt das Blut also relativ warm, während die Füße gerade warm genug bleiben, um Frostbeulen zu verhindern. Weil die Temperaturdifferenz zwischen Füßen und Eis sehr gering ist, verlieren die Enten kaum Wärme über ihre Füße - anders als ein Mensch, der barfuß auf dem Eis steht.

Die Federn von Wasservögeln sind außerdem gefettet und wasserabweisend. Das nötige Fett liefert die Bürzeldrüse am Schwanz der Enten. Das Fett daraus verteilen sie mit ihrem Schnabel auf den Federn.

Bild: dpa 20. Januar 2017, 15:212017-01-20 15:21:01 © SZ.de/chrb/fehu/liv