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Tod eines Sterns in Echtzeit beobachtet:Eine Masse wie drei Millionen Sonnen

Das Schwarze Loch besaß den Wissenschaftlern zufolge eine Masse, die der von drei Millionen Sonnen entspricht. Damit gehört es zu den supermassereichen Schwarzen Löchern, die in den Zentren der meisten Galaxien vermutet werden und die von Astronomen erst bemerkt werden, wenn sie Materie schlucken.

Seltenes Schauspiel: Schwarzes Loch verschlingt Stern

Das Bild oben links zeigt die Galaxie 2009 vor dem Ereignis, aufgenommen von Galex. Rechts daneben ist sie am 23. Juni 2010 zu sehen, als die Galaxie 350 Mal mehr ultraviolettes Licht ausstrahlt. Unten links eine Aufnahme des Pan-Starrs1-Teleskops 2009, rechts daneben zeigt ein Bild, wie von Juni bis August 2010 der Kern der Galaxie aufflammt.

(Foto: dpa/Nasa/S. Gezari (JHU)/A. Rest (STScI)/R. Chornock (Harvard-Smithsonian CfA))

Auch über den "gefressenen" Stern können sie einiges sagen: Er enthielt ungewöhnlich wenig Wasserstoff, dafür recht viel Helium. Das deute darauf hin, dass er bereits am Ende seines Lebens angelangt und zu einem aufgeblähten Roten Riesen geworden war, schreibt das Team.

"Über Schwarze Löcher hält sich in der Öffentlichkeit wie über Haie die falsche Vorstellung, dass sie ständig aktive Killermaschinen seien", sagt Chornock. "Eigentlich sind sie die meiste Zeit ihres Lebens ruhig. Gelegentlich wandert ein Stern zu dicht an sie heran und ein Fressrausch beginnt."

Es ist nicht das erste Mal, dass Astronomen Zeugen werden, wie ein Schwarzes Loch einen Stern verschlingt. Meist werden diese seltenen Ereignisse jedoch erst bemerkt, wenn sie schon fortgeschritten sind. Das Besondere an der aktuellen Beobachtung ist, dass die Forscher den Prozess von Anfang an beobachten konnten.