TierseucheZahl der Geflügelpest-Ausbrüche in Betrieben steigt weiter

Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts sind immer Geflügelhaltungen in Deutschland von der Geflügelpest betroffen. (Symbolbild).
Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts sind immer Geflügelhaltungen in Deutschland von der Geflügelpest betroffen. (Symbolbild). Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Zu Hunderttausenden getötete Nutztier, Massensterben bei Wildvögeln und nun Stallpflicht im Saarland. Die Vogelgrippe greift weiter um sich. Besonders betroffen sind Regionen im Norden und Osten.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Greifswald (dpa) - In Deutschland greift die Geflügelpest auf immer mehr Betriebe über. Wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Greifswald mitteilt, stieg die Zahl der seit Anfang September erfassten Vogelgrippe-Ausbrüche in kommerziellen Geflügelhaltungen bundesweit auf 35. Täglich würden neue Fälle gemeldet, das Infektionsgeschehen sei weiterhin sehr dynamisch, sagte eine Sprecherin des Instituts für Tiergesundheit. 

Besonders betroffen seien weiterhin Betriebe in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Die Zahl der vorsorglich getöteten Tiere liege bundesweit inzwischen deutlich über 500.000. Um die Ausbreitung der Geflügelpest einzudämmen, werden Hühner, Enten, Gänse und Puten in den betroffenen Betrieben gekeult und entsorgt. Ställe und Gehege werden gründlich desinfiziert, bevor wieder neue Tiere aufgenommen werden. 

Als erstes Bundesland verhängte das Saarland eine Stallpflicht für Geflügel. Nach einem ersten bestätigten Fall des H5N1-Virus bei einem Wildvogel dort reagiert das Landesamt für Verbraucherschutz mit dieser strikten Schutzmaßnahme, um die Übertragung der Geflügelgrippe auf Zucht- und Hausgeflügelbestände zu verhindern. Die Stallpflicht gelte von diesem Donnerstag an, hieß es.

Nach Angaben des Loeffler-Instituts grassiert die Geflügelpest weiterhin auch unter Wildvögeln. Bei rund 160 eingesandten Tierkadavern sei im Reverenzlabor das Virus H5N1 festgestellt worden. Die Zahl der verendeten Tiere sei um ein Vielfaches höher. Vor allem unter Kranichen hatte die Vogelgrippe ein Massensterben ausgelöst. Allein in Brandenburg gab es mehrere Tausend tote Tiere.

© dpa-infocom, dpa:251029-930-222841/2

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