TierschutzNeue Kameras filmen seltene Schwarzstörche im Nationalpark

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Schwarzstörche sind extrem scheue Tiere, die große, ungestörte Wälder in der Nähe von Gewässern bewohnen. (Archivbild)
Schwarzstörche sind extrem scheue Tiere, die große, ungestörte Wälder in der Nähe von Gewässern bewohnen. (Archivbild) Patrick Pleul/dpa

Im Nationalpark Kellerwald-Edersee liefern neue Wildkameras seltene Aufnahmen vom Brutverhalten der Schwarzstörche – ohne die scheuen Vögel zu stören.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

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Bad Wildungen/Wiesbaden (dpa/lhe) - Neue Wildkameras im Nationalpark Kellerwald-Edersee sollen seltene Einblicke in das Leben des scheuen Schwarzstorchs liefern. In Kooperation mit der Staatlichen Vogelschutzwarte des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie hat die Nationalparkverwaltung Wildkameras an sogenannten Horstbäumen angebracht, also an Bäumen, die von großen Vögeln als Nistplätze genutzt werden. Das teilte das Landesamt zum „Tag des Baumes“ an diesem Samstag mit.

Durch die neuen Einblicke erhoffen sich die Forschenden Rückschlüsse auf die entscheidenden Faktoren für den Bruterfolg der seltenen Vögel. Bereits kurz nach der Ankunft der Tiere hätten die Kameras bemerkenswerte Aufnahmen geliefert, hieß es. 

„Wir konnten beobachten, wie die Tiere aus ihren Winterquartieren in Afrika zurückkehren, den Horst beziehen, kopulieren und Eier legen“, sagte Simon Thorn, Leiter der Vogelschutzwarte. Im weiteren Verlauf sollen nun Verhaltensweisen und das Brutgeschehen der Waldvögel erfasst werden, ohne sie dabei zu stören.

Das Brutverhalten der Schwarzstörche soll durch den Einsatz von Wildkameras erforscht werden. (Archivbild)
Das Brutverhalten der Schwarzstörche soll durch den Einsatz von Wildkameras erforscht werden. (Archivbild) Federico Gambarini/dpa

Vogel galt im Landkreis lange als ausgestorben

Ansonsten ist der scheue Schwarzstorch laut dem Landesamt nur mit Glück zu beobachten. Ihre Horste bauen die Vögel meist in alte Buchenkronen, deren stabile Äste den schweren Horst tragen können. Die Horstbäume liegen idealerweise in abgelegenen, naturnahen Laub- und Mischwäldern der Mittelgebirge mit offenen Wiesentälern und kleineren Fließgewässern. 

Als Nahrung dienten den Schwarzstörchen vor allem Wasserinsekten, kleine Fische, Frösche und Molche, die in den umliegenden Bächen und Feuchtgebieten des Nationalparks und am Edersee zu finden sind.

Der Schwarzstorch war laut dem Landesamt in der Region lange verschwunden. Bereits 1909 galt er im Landkreis Waldeck-Frankenberg als ausgestorben, nachdem das letzte Exemplar geschossen wurde. Erst im Jahr 1982 sei wieder ein Brutnachweis gelungen. Der Schwarzstorch gehört zu den nach europäischem Recht geschützten Vogelarten, für deren Schutz der Population besondere Maßnahmen ergriffen werden müssen.

© dpa-infocom, dpa:260425-930-990975/1

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