Technik:Drahtlos laden: Qi-Standard mit Magnethalterung ist da

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Das drahtlose Ladesystem Magsafe hält sich magnetisch an der Rückseite des iPhone 12 in der optimalen Position zum Laden. Dieses System wird nun als Standard festgelegt und für alle Hersteller zugänglich gemacht. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn (Foto: dpa)

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Berlin (dpa/tmn) - Qi kennt man, wenn auch nicht immer unter diesem Namen. Es handelt sich um den Standard, der hinter dem drahtlosen Laden von Smartphones oder Smartwatches steckt. Und dieser Standard liegt nun in einer zweiten Version vor, die auch eine runde, magnetische Halterung umfasst.

Die Magnethalterung soll den Ladevorgang effizienter und damit am Ende auch schneller machen, weil sie die Spulen zum Senden und Empfangen der Spannung optimal zueinander ausrichtet. Erste Zubehörhersteller wollen entsprechende Ladegeräte noch 2023 auf den Markt bringen, wie das für Qi zuständige Industriegremium Wirless Power Consortium (WPC) mitteilt.

Apples Magsafe als Blaupause

Wem die runden, magnetischen Drahtloslader von Apple bekannt vorkommen, der irrt nicht. Denn der neue Qi-Standard besteht aus zwei Ladeprofilen: einer Erweiterung des bestehenden Extended Power Profile (EPP) und dem Magnetic Power Profile (MPP), das Apples Magsafe-Technologie entspricht und vom iPhone-Konzern in die WPC-Arbeit eingebracht worden ist.

Geräte, die die Magnet-Technologie zum Drahtlosladen unterstützen, sollen ein "Qi2"-Logo erhalten. Als zertifizierte Geräte werden zunächst nur iPhones und diverse Ladegeräte erhältlich sein. Bald werden aber auch die ersten Android-Hersteller die Technologie in neue Smartphone-Modelle integrieren.

Mit Magnet "Qi2", ohne Magnet nur "Qi"

Das Extended Power Profile (EPP) kommt indes bei Geräten ohne Magnethalterungen zum Einsatz und soll den Angaben zufolge mit dem bereits bekannten "Qi"-Logo gekennzeichnet werden.

© dpa-infocom, dpa:231121-99-27607/2

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