Suizid:"Der Todesfall kommt immer unerwartet"

Lesezeit: 5 min

Der Alte Südfriedhof

Trauer ist ein natürlicher Vorgang, doch manche Menschen lässt sie nicht mehr los.

(Foto: Robert Haas)

Nimmt sich ein Mensch das Leben, leiden Hinterbliebene besonders stark. Sie kämpfen mit dem Verlust, fühlen sich von ihrem Umfeld abgelehnt und fragen sich, ob sie etwas hätten tun können. Was helfen kann.

Von Jana Hauschild

Schon vor Jahren hat sich der Sohn der älteren Dame das Leben genommen. Doch in ihrer Hausgemeinschaft verschweigt sie den Suizid. Ihr Sohn lebe halt im Ausland und könne länger nicht heimkehren, erklärt sie den Menschen um sich herum. Solche Geschichten hört Elfriede Loser immer wieder. Sie ist seit 25 Jahren hauptamtlich für den Verein "Angehörige um Suizid" (AGUS) aktiv und hat vor mehreren Jahren selbst einen Suizid im engen Umfeld erlebt. Wovor die ältere Dame Angst hat? "Sie befürchtet, die Leute schauen sie dann komisch an oder stellen unangenehme Fragen", erzählt Loser. Also lebt die Frau mit einer Lüge.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Post Workout stretches at home model released Symbolfoto PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright
Gesundheit
Mythos Kalorienverbrauch
Krieg in der Ukraine
"Es gibt null Argumente, warum man der Ukraine keine Waffen liefern sollte"
Liz Truss als Boxkämpferin auf einem Wandgemälde in Belfast
Großbritannien
Wie eine Fünfjährige, die gerade gegen eine Tür gelaufen ist
Geschichte der Mobilmachung
Putin, der Mann von gestern
Unhappy woman looking through the window; schlussmachen
Liebeskummer
Warum auch Schlussmachen sehr weh tut
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB