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Suizid:"Der Todesfall kommt immer unerwartet"

Der Alte Südfriedhof

Trauer ist ein natürlicher Vorgang, doch manche Menschen lässt sie nicht mehr los.

(Foto: Robert Haas)

Nimmt sich ein Mensch das Leben, leiden Hinterbliebene besonders stark. Sie kämpfen mit dem Verlust, fühlen sich von ihrem Umfeld abgelehnt und fragen sich, ob sie etwas hätten tun können. Was helfen kann.

Von Jana Hauschild

Schon vor Jahren hat sich der Sohn der älteren Dame das Leben genommen. Doch in ihrer Hausgemeinschaft verschweigt sie den Suizid. Ihr Sohn lebe halt im Ausland und könne länger nicht heimkehren, erklärt sie den Menschen um sich herum. Solche Geschichten hört Elfriede Loser immer wieder. Sie ist seit 25 Jahren hauptamtlich für den Verein "Angehörige um Suizid" (AGUS) aktiv und hat vor mehreren Jahren selbst einen Suizid im engen Umfeld erlebt. Wovor die ältere Dame Angst hat? "Sie befürchtet, die Leute schauen sie dann komisch an oder stellen unangenehme Fragen", erzählt Loser. Also lebt die Frau mit einer Lüge.

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