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Suchtmedizin:Die Betäubten

Illustration: Claudia Klein

(Foto: Getty)

1,5 Millionen Menschen in Deutschland bekämpfen Unruhe und Ängstlichkeit mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln, die Ärzte oft über Jahrzehnte verschreiben. Über die Abhängigkeit von Benzodiazepinen.

Als die Frau, die hier Linda Bruckner heißen soll, an einem Maitag 2015 wieder zu sich kommt, findet sie sich in ihrem Ford Ka auf einem Parkplatz wieder. Im Zündschloss fehlen die Schlüssel. Wie war Sie hierhergekommen? War sie einkaufen? Sie kann sich nicht erinnern. Neben ihr schläft ihr Hund Lola, eine Labrador-Terrier-Mischung. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Packung Krokant-Eier. Hat sie die gekauft? Sie mag doch gar kein Krokant. Bruckner ruft eine Freundin an: "Kannst du kommen? Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll!" Als ihre Freundin kommt, beschließt Bruckner, dass es so nicht weitergehen kann. Sie muss weg von den Schlaftabletten, die sie sich zuletzt sogar "von der Straße" besorgt hat. Sie braucht einen Entzug.

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