ArchäologieWarum es vor 3000 Jahren mehr Sprachen gab als heute

Lesezeit: 3 Min.

Eine mesopotamische Tafel mit Inschriften: Große Reiche führten langfristig eher dazu, dass sich die Menschen sprachlich und kulturell annähern.
Eine mesopotamische Tafel mit Inschriften: Große Reiche führten langfristig eher dazu, dass sich die Menschen sprachlich und kulturell annähern.
Ameer Al Mohammedaw/dpa

Zehntausende Sprachen könnte es in der Antike gegeben haben – so viele wie davor und danach nie wieder. Was setzte den Niedergang der Sprachenvielfalt in Gang?

Von Jakob Wetzel

SZ bei Google bevorzugen

Schulbildung ist ein Problem. Ebenso die Straßendichte. Denn beide tragen wesentlich dazu bei, dass die Vielfalt der Sprachen schwindet: Das haben Forscher um die Evolutionsbiologin Lindell Bromham von der Australian National University in Canberra vor wenigen Jahren ermittelt. Je besser demnach ein Gebiet für den Verkehr erschlossen und je enger damit der Kontakt zwischen Stadt und Land ist, desto eher setzen sich große Mehrheitssprachen durch. Und auch wenn Kinder in der Schule vielleicht eine Fremdsprache lernen: Je länger sie im Durchschnitt in der Amtssprache eines Landes unterrichtet werden, desto eher gehen kleine, regionale Sprachen verloren.

Zur SZ-Startseite

Archäologie
:Die vielen Sprachen der Hethiter

Archäologen haben in Zentralanatolien Tontafeln mit einer Beschwörung in einer bislang unbekannten Sprache entdeckt. Warum das kein Zufall ist.

SZ PlusVon Niccolò Schmitter

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: