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Sport:Einsatz im Wundverband

Ursprünglich hatten die Wissenschaftler nach einem neuen Indikatorstoff gesucht, der bei der Entwicklung von pH-Messgeräten eingesetzt werden sollte. "Als wir diesen Stoff gefunden hatten, kam mir beim Joggen die Idee, auch T-Shirts damit zu färben und Schweiß sichtbar zu machen", erinnert sich Mohr.

Fraunhofer-Einrichtung für Modulare Festkörper-Technologie

Künstlicher Schweiß verfärbt das "Sensor-Shirt" der Wissenschaftler der Fraunhofer-Einrichtung für Modulare Festkörper-Technologien.

(Foto: dpa)

Weil die Aussichten, einen reinen Schweißfleckenindikator an den Sportler zu bringen, vermutlich nicht so groß sind, arbeiten die Forscher an einer Weiterentwicklung des T-Shirts.

Ihr neuer Farbstoff soll die Zahl der Natriumionen im Schweiß sichtbar machen. Verliert man durch das Schwitzen zu viel Natrium, können Krampfanfälle oder Bewusstseinsstörungen die Folge sein.

"Je höher die Konzentration, desto wichtiger ist es für den Sportler, salzhaltige Getränke - beispielsweise Mineralwasser oder isotonische Drinks - zu sich zu nehmen", erklärt Mohr.

Wichtiger dürfte allerdings ein weiterer Einsatzbereich des neuen Farbstoffes sein, den die Wissenschaftler ins Auge gefasst haben: Die Entwicklung intelligenter Wundverbände, die das Stadium der Wundheilung farblich anzeigen können. Da gesunde Haut einen anderen pH-Wert hat als entzündete, könnten Ärzte dann auf einen Blick erkennen, ob eine Wunde heilt oder antibakteriell behandelt werden muss.

© sueddeutsche.de/cosa/mcs
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