Sensationelle Forschungsergebnisse:Tomaten machen hoch aggressiv

So heißt es in dem Report: "Highly aggression driving, pathogenic genes in tomatoes contain several basic amino acids at their hemagglutinin cleavage sites, and these are recognized by ubiquitous proteases found in many tissues throughout the body. Such genes cause rapid and often severe or fatal aggression attacks in chickens and dogs, and infective gene particles can be isolated from many tissues. Although even high doses of the aggression tomato gene 'ATG' wouldn't typically cause death within a few days in an individual animal, it may take up to two weeks to become aware of an outbreak at a large number of animals after a single introduction. If the detection rule is 50 aggressive animals on two consecutive days in a 10.000 population (current danish monitoring rule for notification), it was estimated that 12 days would elapse following introduction of one aggressive animal before an ATG outbreak was recognized." Das bedeutet, übersetzt und in aller Kürze: Tomaten machen hoch agressiv.

Tomaten Forschung

Gute Tomate - böse Tomate? Forscher haben jetzt herausgefunden, dass das Gemüse aggressiv macht.

(Foto: dapd)

Tatsächlich, so Andersen, sei das Aggressionslevel, das durch den Verzehr von Tomaten in all ihren Erscheinungsformen (Stabtomaten, Tomatillos, Fleischtomaten, Strauchtomaten etc.) und von Tomatenprodukten wie Ketchup, Konzentrat und Gewürz erreicht werde, gerade erst für Haustiere empirisch nachgewiesen worden. Für die Studie hatte man 15.000 neugeborenen Zucht- und Haustieren die Fütterung mit Tomatenpartikel-gespeisten Produkten komplett entzogen, um die Aggressionsraten mit einer Vergleichsgruppe an normal gefütterten Tieren abzugleichen.

"Signifikant ist, dass tomatenfrei aufgezogene Tiere so etwas wie Aggression nicht kennen", so Anderson im sz.de-Interview. "Natürlich gehen auch ATG-unkontaminierte Katzen auf die Jagd nach Mäusen. Aber ihr Verhalten ist aggressionsfrei gegenüber Artgenossen."

Dies sei das Ergebnis der ATG-Studie, das nun im Verbund mit den nordamerikanischen Teamkollegen auch für humane und humanoide Lebensformen überprüft werde. "Menschen, Affen, Hunde, Hühner- was immer mit dem ATG in Berührung kommt, zeigt signifikant hohe Aggressions- und Schlechte-Laune-Werte."

Tomaten-ATG findet sich indes nicht nur auf und in Lebensmitteln, sondern auch als Verbundstoff in Papierbrottüten, Wandfarbe und Tennissocken. Das ATG gilt als unzerstörbar und wirke auch in eingeatmeter Form.

"Die Evolution wird eine völlig neue Richtung nehmen"

"Wir hatten den Verdacht, dass in Tomaten mehr drin ist als Wasser und rote Farbe", lässt sich Kathleen Glass, Associate Director des FRI, zitieren. "Die Forschungen der dänischen Kollegen haben in eine eindeutige Richtung gezeigt - und jetzt haben wir es bewiesen: Tomaten-ATG ist verantwortlich für die Aggression in der Welt. Das werden die gerade laufenden Langzeitversuche mit Babys und Affenjungen unumstößlich belegen. Man stelle sich vor: Eine Welt ohne Tomaten - das ist der Weltfriede in heiterer Verfassung."

Während nun geforscht wird, ab welcher ATG-Konzentration sich beim Menschen die Aggressions-Induktionen bemerkbar machen, wird gleichzeitig untersucht, ob die Kontamination mit ATG auch reversibel sein könnte. "Wir sind mitten drin", sagt Sven Bode Andersen, "es ist nur erwiesen, dass ATG in allem, was aus Tomaten hergestellt wird, vorhanden ist und wirkt: Gen-Tomaten, Bio-Tomaten, Pizza-Grundierung. Was wir gerade untersuchen, ist, ob sich das Aggressions-Niveau in einer ATG-dekontaminierten Umwelt wieder abbaut. Bei Hühnern scheint es so zu sein, aber das haben wir noch nicht wasserdicht."

Es sei sehr schwer, einen tomatengenfreien Raum zu schaffen. Die Nasa arbeitet angeblich an einem keimfreien Container, in dem keinerlei ATG verbaut ist, einem Quarantäne-Raum. "Die Evolution wird eine völlig neue Richtung nehmen", so Bo Thamdrup, Professor am dänischen "Nordic Center for Earth Evolution (NordCEE). "Eine tomatenfreie Welt ist eine aggressionsfreie Welt. Mensch und Tier können aufatmen. Wir werden sehen, welche Potentiale dann in unserer Spezies frei werden."

Während jetzt schon absehbar ist, dass die transkontinentale Forschungsgruppe, sollten sich ihre Forschungsergebnisse weiter erhärten, einen Nobelpreis bekommen wird, gilt nur noch als unklar, ob es der für Medizin, Biologie oder Frieden sein wird. Befürworter würden dem Team am liebsten alle zusprechen.

"Tomaten kommen nicht mehr auf den Tisch"

Das dänische Königshaus, das offenbar unter Hochdruck daran arbeitet, "Lille Prinsesse" als erstes aggressionsfreies Potentatenkind aufwachsen zu lassen - weil in kompletter Isolation von ATG -, gibt indes nur spärlich Informationen zum wahren Grund der Taufabsage an die Öffentlichkeit. Anscheinend hätte es ursprünglich unter anderem Tomaten-Mozzarella-Platte anlässlich der Feierlichkeiten am königlichen Hof gegeben. Nun wird eine Bedienstete mit den Worten zitiert: "Das königliche Paar hält strenge Diät. Tomaten kommen nicht mehr auf den Tisch."

Ein Vorkoster habe den ATG-Gehalt in Raumluft und Nahrung zu prüfen. Prinz Joachim wurde beim Golfen gesehen, war aber für die Presse nicht zu sprechen. Prinzessin Marie geht gar nicht mehr außer Haus, beziehungsweise außer Schloss, und hat alle Repräsentationstermine bis auf weiteres abgesagt.

Was sich auch immer hinter den Schlossmauern Dänemarks wirklich abspielen mag: Die Welt schaut gerade wesentlich gespannter und gebannt auf die Weißkittel-Helden des "The Food Research Institute" an der University of Wisconsin-Madison. Sie werden weiterforschen, soviel ist sicher. Neue Ergebnisse sind täglich zu erwarten.

Dennoch stellt sich dem homo sapiens nun die ernstzunehmende Frage: Wie bekommt er die Welt jetzt restlos tomatenfrei?

© Süddeutsche.de/bgr/rus
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