Rohstoffe:In Schweden gibt es eine Schatzgrube - theoretisch

Lesezeit: 5 min

Das schwedische Bergbauunternehmen LKAB im Industriegebiet: Im hohen Norden Schwedens sind bedeutende Vorkommen an seltenen Erden entdeckt worden. (Foto: Maja Suslin/dpa)

Kein Smartphone, kein Elektroauto oder Windrad kann ohne Metalle der seltenen Erden entstehen. Nun wurde in Schweden ein großer Fund gemacht. Doch nicht alle sind davon so begeistert wie Europas Politiker.

Von Hanno Charisius, Thomas Fromm, Gunnar Herrmann und Alex Rühle

Am Donnerstag gab der schwedische Bergbaukonzern LKAB bekannt, man habe das größte bekannte Vorkommen seltener Erden in Europa entdeckt. Die Lagerstätte Per Geijer in der Nähe einer großen Eisenerzgrube in Kiruna umfasse mehr als eine Million Tonnen an Seltenerdoxiden, gab der Staatskonzern öffentlichkeitswirksam vor einem Besuch der EU-Kommission in der Region bekannt. Diese Menge würde ausreichen, um einen Großteil der künftigen EU-Nachfrage für die Herstellung von Permanentmagneten zu decken, die für Elektromotoren unter anderem in E-Fahrzeugen und Windkraftanlagen benötigt werden und Europa unabhängiger machen von Importen. Politisch wird das als Erfolg gefeiert. Doch Fachleute blicken nüchterner auf den Fund.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusKlimawissenschaft
:Was Exxon wusste - und nicht sagte

Der US-Ölkonzern Exxon Mobil erforschte jahrelang die Auswirkungen fossiler Rohstoffe auf die Erderwärmung - und das auf sehr hohem Niveau. Anstatt die Ergebnisse zu kommunizieren, behaupteten Manager etwas ganz anderes.

Von Christoph von Eichhorn

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: