Schwerin (dpa/mv) - Die Waldbesitzer in Mecklenburg-Vorpommern suchen gemeinsam nach Wegen, die Forste fit für den Klimawandel zu machen. Heute (13.30 Uhr) wollen dazu Vertreter privater und kommunaler Waldeigentümer sowie Agrarminister Till Backhaus (SPD) eine „Schweriner Erklärung“ vorstellen. Langfristig soll die Entwicklung des Ökosystems Wald in Mecklenburg-Vorpommern breiter und flexibler aufgestellt werden, hieß es. Monokulturen gelten als anfällig für Schädlinge und Sturmschäden. Aber auch traditionelle Laubbaumarten haben Schwierigkeiten mit Hitze und Trockenheit gezeigt.
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es rund 560 000 Hektar Wald. Mit einem Waldanteil von 24 Prozent ist das Land eines der waldärmsten Gebiete in Deutschland. Langfristig sollte sich der Nordosten am Bundesdurchschnitt von rund 30 Prozent Waldanteil orientieren, heißt es im 2016 beschlossenen Landeswaldprogramm. Doch verfehlt Mecklenburg-Vorpommern seither sein Ziel für die Aufforstung von jährlich 1000 Hektar. Im Jahr 2018 waren es lediglich 254,5 Hektar. Als Grund gelten hohe Bodenpreise.
