Süddeutsche Zeitung

Schweinegrippe:H1N1 fordert erstes Todesopfer in New York

Mehrere hundert Schüler waren im New Yorker Stadtteil Queens an der Schweinegrippe erkrankt - mit meist harmlosen Symptomen. Nun aber ist einer der Lehrer gestorben.

In New York ist erstmals ein Patient an der Schweinegrippe gestorben. Der 55-Jährige sei seit Tagen im Krankenhaus behandelt worden und am Sonntag der Krankheit erlegen, teilte das Flushing Hospital Medical Center mit. Der Mann war stellvertretender Rektor einer der Schulen im Stadtteil Queens, die nach der Erkrankung mehrerer Mitarbeiter und Schüler geschlossen worden waren. In New York war die Schweinegrippe erstmals vor drei Wochen aufgetreten, als mehrere Hundert Schüler in Queens erkrankten.

In Japan steigt unterdessen die Zahl von Schweinegrippe-Infektionen rasant an. Mindestens 121 Menschen wurden bislang positiv auf das H1N1-Virus getestet, wie die Gesundheitsbehörden am Montag in Tokio mitteilten. Bei den meisten Patienten handele es sich um Jugendliche, die in Krankenhäusern behandelt würden. Die ersten vier Fälle in Japan waren erst am Freitag bestätigt worden. In einige Städten wurden vorsorglich Schulen geschlossen und öffentliche Veranstaltungen abgesagt. Auch in Chile ist zu Wochenbeginn ein erster Fall von Schweinegrippe nachgewiesen worden.

Weltweit sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Sonntag mittlerweile nahezu 8.500 Menschen in 39 Ländern erkrankt. Bislang erlagen weltweit 75 Menschen dem neuartigen Virus. In Großbritannien erhöhte sich die Zahl der Infizierten am Wochenende auf 101.

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dpa/AP/AFP/beu
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