Tierzucht:Schweineleben

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Biobauernhof in Laer

Es wirkt, als sei dieses Schwein gerade sehr glücklich. Aber ist das auch wirklich so oder trügt der menschliche Blick auf das Tier?

(Foto: Caroline Seidel/dpa)

Wie geht es Schweinen in Mastbetrieben wirklich? Um die Lebensqualität der Tiere zu verbessern, wollen Forscher deren seelische und psychische Gesundheit besser erfassen.

Von Andrea Hoferichter

Ein Schwein betritt den Raum, trippelt zielstrebig und mit wackelnden Ohren zu einer Futterbox in der rechten hinteren Ecke, wo ein Klecks Apfelmus zu ergattern ist. Zu sehen ist das auf einem Video, das ein Team um Sandra Düpjan vom Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf aufgenommen hat. "Steht die Box in der linken Ecke, ist das Schwein vorsichtiger", sagt die Forscherin. Denn ihre tierischen Schützlinge haben in einem Sieben-Tage-Training gelernt, dass links trotz Apfelduft kein Futter zu haben ist. Stattdessen springt ein Mensch auf und wedelt mit einer Tüte, was Düpjan zufolge für ein Schwein "ziemlich scary" ist.

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