AstrophysikSchwarzes Loch macht Fastenkur

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Das erste Bild eines Schwarzen Lochs, hier im Zentrum der Galaxie M87, wurde 2019 veröffentlicht. Zu sehen ist allerdings streng genommen nur der Ring aus heißem Gas – das Schwarze Loch selbst ist unsichtbar.
Das erste Bild eines Schwarzen Lochs, hier im Zentrum der Galaxie M87, wurde 2019 veröffentlicht. Zu sehen ist allerdings streng genommen nur der Ring aus heißem Gas – das Schwarze Loch selbst ist unsichtbar. EHT Kollaboration

Forschende haben durch das „James Webb“-Teleskop ein Schwarzes Loch beim Mittagsschlaf gesehen. Es hat sich fast die Hälfte seiner Galaxie einverleibt und scheint nun vorerst genug zu haben. Ein häufiges Phänomen?

Von Theresa Palm

Schwarze Löcher gelten als Inbegriff der Unersättlichkeit. Sie saugen Materie ein und wachsen immer weiter. Doch das scheint längst nicht für alle zu gelten: Manche Exemplare betreiben eher Intervallfasten, wie eine neue Messung des James-Webb-Weltraumteleskops zeigt. Astrophysikerinnen und Astrophysiker der Universität Cambridge haben in den Daten ein Schwarzes Loch entdeckt, das gerade sehr genügsam ist. Die Rate, mit der es Gas aus seiner Umgebung zieht, liegt etwa bei einem Fünfzigstel des theoretischen Maximums, es schlürft also eher, als dass es schlingt. Die Ergebnisse hat die Forschungsgruppe am Mittwoch in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

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